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TU Berlin

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Fröhliche Neugestaltung

Mittwoch, 02. Juli 2008

Medieninformation Nr. 172/2008

Albert Speers Generalbebauungsplan im Spiegel satirischer Zeichnungen seines Mitarbeiters Hans Stephan / Pressevorbesichtigung, Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung am 10. Juli

Satirische Zeichnungen aus dem Umfeld Albert Speers als Kommentare zur Neugestaltung Berlins – konnte das möglich sein? Für Hans Stephan (1902–1973) war es möglich. Das Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin zeigt in einer Studioausstellung erstmals die ganze Folge der Stephanschen Satiren und stellt sie in den Kontext der Neugestaltungshybris.

Seit 1937 war Stephan als einer der engsten Mitarbeiter Speers innerhalb der Generalbauinspektion zuständig für wesentliche Planungsbereiche der Neugestaltung Berlins: für die Ost-West-Achse, für Wohnungsbau, für Industrie- und Verkehrsplanungen. Bereitwillig hat er sich in den Dienst von Hitlers Größenwahn gestellt und nicht weniger als sein Chef und seine Kollegen war er als geschulter Stadtplaner ebenso von der Dimension der Planungsaufgabe wie von der Möglichkeit ihrer Verwirklichung fasziniert. Dennoch geht es in seinen mal banalen, mal spitzen Zeichnungen unbehaglich zu, wenn vertriebene Bewohnerinnen und Bewohner sich hinter Häuserblocks verschanzen, während mächtige Kanonen die „Große Achse“ freischießen, wenn Fußgängerinnen und Fußgänger sich im Gewirr einer fünfzigspurigen Straße verirren oder sich ein mit seinem Häuschen zwischen Monumentalbauten eingezwängtes Rentnerpaar angstvoll fragt, wann seine Räumung folgt.

Wir möchten Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung einladen. Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf diese Veranstaltung hin:

Zeit:
am Donnerstag, dem 10. Juli 2008, 16.00 Uhr Pressevorbesichtigung, 19.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 150/152, 10623 Berlin, Architekturgebäude, Untergeschoss des Scharoun-Flügels (Flachbau)

Das Architekturmuseum der TU Berlin zeigt in einer Studioausstellung erstmals die ganze Folge der Stephanschen Satiren und stellt sie in den Kontext der Neugestaltungshybris. Die Ausstellung begleitet das gleichzeitig erscheinende Buch des Kieler Kunsthistorikers Prof. Dr. Lars Olof Larsson, der sich bereits in zahlreichen Beiträgen mit der Architektur des Dritten Reiches beschäftigt hat.

Die Ausstellung ist vom 14. Juli bis zum 19. Oktober 2008, in der Zeit von jeweils Montag bis Donnerstag, 12.00 bis 16.00 Uhr oder nach Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Ein Presseexemplar der Publikation kann beim Verlag angefordert werden:
Lars Olof und Sabine Larsson mit Ingolf Lamprecht: „Fröhliche Neugestaltung oder die Gigantoplanie von Berlin 1937–1943. Kiel 2008, € 19,90
Verlag Ludwig, Holtenauer Str. 141, 24118 Kiel, Tel.: 0431/85464, Fax: 0431/8058305, E-Mail

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Franziska Schilling und Claudia Zachariae
Tel.: 030/314-23116
Fax: -79492

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