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Stabsstelle Kommunikation, Events und AlumniMedieninformation Nr. 92/2008

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TU Berlin auf der IFAT in München

Dienstag, 29. April 2008

Medieninformation Nr. 92/2008

Neue Wege in der Wasseraufbereitung im Krankenhaus und in der Behandlung kommunaler Abwässer

Sieben Fachgebiete der TU Berlin werden sich in diesem Jahr an der IFAT, der Messe für Umwelt und Entsorgung: Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling, vom 5. bis 9. Mai 2008 beteiligen und stellen ihre Forschungsprojekte am Gemeinschaftsstand Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in Halle B 2, Stand 107/204 vor.

Forschungsschwerpunkt "Wasser in Ballungsräumen"

Der Forschungsschwerpunkt "Wasser in Ballungsräumen" (FSP-WIB) ist eine fachbereichsübergreifende Initiative der TU Berlin. Seit September 2000 bündeln 22 Fachgebiete aus fünf Fakultäten ihre Aktivitäten in der Wasserforschung. Zahlreiche Disziplinen mit erheblichen Forschungsleistungen zum Thema Wasser sind an der TU Berlin vorhanden (aktuell über 50 laufende Projekte). Die Arbeiten werden in vier thematischen Kernfeldern ausgeführt: 1) Wasser- und Stoffkreisläufe, Technologieentwicklung; 2) Problemstoffe, Analytik, Verhalten in der Umwelt, 3) Planung, Bewertung, Organisation (Wassermanagement), 4) Internationale Zusammenarbeit, Wissenstransfer. Der FSP-WIB ist die ideale Anlaufstelle für Ihre wasserrelevanten Fragen an die TU Berlin.

Kontakt:

Dr. Mathias Ernst
TU Berlin
Forschungsschwerpunkt "Wasser in Ballungsräumen" (FSP-WIB)
Tel.: 030/314-25493
Fax: -23313

www.fsp-wib.tu-berlin.de

Neue Wege in der Krankenhausabwasseraufbereitung

An der TU Berlin wird im Auftrag des Kompetenzzentrums Wasser Berlin ein günstiges und einfaches Verfahren zur Behandlung von Urin entwickelt. Der häufig mit Arzneimitteln/Diagnostika belastete Urin wird in einem Reaktor mit elementarem Eisen umgesetzt. Es kommt zu einer chemischen Reduktion und damit einhergehenden Inaktivierung der Arzneimittel. Es wird erwartet, dass die veränderten Wirkstoffe besser biologisch abbaubar sind und in konventionellen Kläranlagen entfernt werden. Durch dieses Verfahren kann die Belastung der aquatischen Umwelt durch Arzneimittelrückstände vermindert werden. Zusätzlich ergibt sich für Krankenhäuser eine Möglichkeit, die Kosten für die Einleitgebühren ins Abwassersystem zu senken. Das Projekt "PharmaTreat" wird finanziert von Veolia und den Berliner Wasserbetrieben.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel, Dr. Anke Putschew, Dipl.-Ing. Michael Stieber
TU Berlin
Institut für Technischen Umweltschutz
Fachgebiet Wasserreinhaltung
Tel.: 030/314-25058
Fax: -23850

itu107.ut.tu-berlin.de

Strömungstechnik in Maschinen und Anlagen

Im Zuge der zunehmenden Automatisierung im Bereich der Abwasserentsorgung in Großstädten und Ballungsräumen ergeben sich neue Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Abwasserpumpen und -systemen. Das Fachgebiet Fluidsystemdynamik (FSD) der TU Berlin bearbeitet verschiedene Projekte im Bereich der Abwasserförderung. Im Vordergrund stehen dabei neben der Maschinentechnik u. a. auch Diagnosesysteme zur optimierten Betriebsweise von Abwassersystemen. Aktuell werden am Fachgebiet FSD grundlegende Zusammenhänge der zu Störungen führenden Mechanismen (z. B. der Verstopfung von Laufrädern) im Rahmen von meh¬reren Forschungsvorhaben vorbereitet und realisiert.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen, Frank Neuer
TU Berlin
Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik
Fachgebiet Fluidsystemdynamik
Tel.: 030/314-24023
Fax: -21470

www.hfi.tu-berlin.de

Optimierung von Membranbelebungsreaktoren

Am Fachgebiet Verfahrenstechnik werden vielfältige Untersuchungen zu Membranbelebungsreaktoren (MBR) durchgeführt. MBR werden aufgrund ihrer Vorteile wie kompakte Bauweise und verbesserte Ablaufqualitäten zunehmend in der Abwasserreinigung eingesetzt, wobei ihre Wirtschaftlichkeit derzeit noch durch das Membranfouling begrenzt ist. Getauchte Membranmodule werden üblicherweise belüftet, um durch Scherkräfte und Turbulenzen einen effektiven Abtrag von Deckschichten zu erzielen. Die Auslegung von Geometrie und Belüftungsintensität ist bislang noch nicht optimiert, sondern erfolgt empirisch. Ziel der Untersuchungen im vorgestellten Projekt ist die Optimierung mittels numerischer Strömungssimulation (CFD), für die das Exponat – ein maßstabsgetreues Modell eines MBR - wichtige experimentelle Daten liefert.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Matthias Kraume, Dr. Anja Drews
TU Ber­lin
Institut für Verfahrenstechnik
Fachgebiet für Verfahrenstechnik
Tel.: 030/314-24852
Fax: -21134

www.verfahrenstechnik.tu-berlin.de

Projekt SPREE2011

In Berlin läuft seit April 2007 das BMBF–geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekt SPREE2011, welches zum Ziel hat, eine neuartige Speichertechnologie für Mischwasserüberläufe zu entwickeln sowie Reinigungstechniken für die Mischwasserbehandlung zu erproben, die in Deutschland bisher nur aus anderen Anwendungsfällen bekannt sind. Das Verfahren stellt den klassischen Spei­cherverfahren das Modell einer off-shore, also wasser­ge­stützten Speicherung gegenüber, die andere Räume nutzt, neue innerstädtische Freiflächen schafft und nach jetzigem Kenntnisstand kostengünstiger erstellt werden kann als herkömmliche Bauarten. Auf die­sem Wege soll ein direk­ter Beitrag geliefert werden zu den zukünftigen Zie­len, die Stoffeinträge aus Misch- und Regenwasser in Gewässer zu minimieren.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch, Dr.-Ing. Kathrin Gantner
TU Berlin
Fachgebiet Siedlungswasserwirt­schaft
Tel.: 030/314-72249
Fax: -72248

www.siwawi.tu-berlin.de

Projekte am Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft

Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum WasserBerlin (KWB) werden Labortests mit quasi-kontinuierlichen On­line-Sensoren für das Monitoring von Mischwasserüber­läufen und angrenzenden Gewässerabschnitten durchge­führt.

Beim Projekt "Feuchtgebiete" läuft sieben technischen Feuchtgebieten der Ablauf einer Kläranlage mit Nährstoffeliminierung zu, wobei das Durchlaufverhalten, die Reduzierung von Planzennährstoffen, mikrobiologische Indi­katoren und Pharmaka untersucht werden.

Ein anderes Projekt zur Behandlung kommunaler Ab­wässer untersucht die Ursachen guter Denitrifiktionsraten in einem Membranbelebungsreaktor (MBR) mit biologischer Phosphorelimination kombiniert mit nachgeschalteter Stickstoffelimination ohne Kohlenstoffdosierung.

Bei der Vergärung von Fäkalien mit dem Ziel energie­reiches Gas zum Heizen, zur Verstromung oder als Treibstoff zu gewinnen, lassen sich in einem weiteren Forschungsprojekt die energetischen Aspekte der Abwas­ser­reinigung neu bewerten.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch
TU Berlin
Fachge­biet Sied­lungswasserwirtschaft
Tel.: 030/314-72246
Fax: -72248

www.siwawi.tu-berlin.de

Entwicklung und Charakterisierung von Biosorbenzien zur Entfernung von ionischen Komponenten aus kon­taminiertem Wasser

Unterschiedliche Mikro- und Makroalgen werden auf ihre Fähigkeit unter­sucht, metallische Komponenten mit hoher Kapazität und Selektivität zu bin­den. Für einen technischen Einsatz muss die Biomasse in einer definierten Form und Größe vorliegen, um deren Verwendung in einer Sorpti­onskolonne zu gewährleisten. Hierzu ist die Biomasse zu immobilisieren. Die Immobili­sate müssen den im Kolon­nenbetrieb auftretenden mechanischen, thermi­schen und chemischen Belastungen widerstehen können. Vorgestellt wird die Entwicklung von Sorbenzien auf der Basis von Algenbiomasse und deren Einsatz in einer Sorptionsko­lonne. Zur Charakterisierung der Biosorbentien werden neue moderne Methoden eingesetzt. Die Ergebnisse wer­den mit de­nen unter Verwendung herkömmlicher Metho­den verglichen. Potenzielle Anwendungsgebiete sind in der metallverarbeitenden Industrie, Farbstoffherstellung, Elektroindustrie und Kunststoffherstellung zu finden. Das Forschungsprojekt ist unterstützt worden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Koreani­schen Forschungsstiftung (KOSEF).

Kontakt:

Dr. rer. nat. Gerald Bunke
TU Berlin
Institut für Biotechnologie
Fachgebiet Bioverfahrenstechnik
Tel.: 030/314-72412
Fax: -72950

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Angelika Baron
TU Berlin
Servi­cegesellschaft
Tel.: 030/44720244

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