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TU Berlin

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TU Berlin auf der Hannover-Messe

Freitag, 18. April 2008

Medieninformation Nr. 83/2008

Projekte werden am Gemeinschaftsstand Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und am Themenstand Bionik gezeigt

Vier Fachgebiete der TU Berlin werden sich auch in diesem Jahr an der Hannover-Messe vom 21. bis 25. April 2008 beteiligen und stellen ihre Forschungsprojekte am Gemeinschaftsstand Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg vor. Ebenso ist die TU Berlin am Themenstand Bionik präsent, wo Lösungsansätze aus der Natur und deren Transfer in innovative Technikkonzepte gezeigt werden.

Projekte der TU Berlin am Gemeinschaftsstand Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg - Anwendungsorientierte Forschung und Technologietransfer in Halle 2, Stand D19:

Der FT2007 – Prototyp eines Formelrennwagens

Im Rahmen der „Formula Student Germany“ haben Studierende der TU Berlin den FT2007 als Prototyp eines Formelrennwagens entwickelt. Innerhalb von zehn Monaten wurde das Konzept erarbeitet, der Wagen mittels CAD/CAE konstruiert, in Eigenregie gefertigt und auf der Teststrecke abgestimmt.

Der FT2007 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 166 km/h bei einer Gesamtmasse von 260 kg. Dabei beschleunigt er aus dem Stand auf Tempo 100 in weniger als fünf Sekunden. Das Herzstück des FT2007 ist ein auf 72 PS Nennleistung abgestimmter Motorradmotor mit 600 Kubikzentimeter Hubraum. Ein technisches Highlight ist das selbst entwickelte Drosselwalzensystem. Die Sicherheit wird durch ein Multifunktionslenkrad mit Schaltwippen gefördert, da der Fahrer kupplungsfrei mit beiden Händen am Lenkrad schalten kann. Der FT2007 ist ein Rennwagen, bei dem sowohl die Sicherheit als auch die Innovation im Vordergrund steht.

Kontakt:

Andreas Kinski und Ole Kröger
TU Berlin
Institut für Land und Seeverkehr
Fachgebiet Kraftfahrzeuge
Tel.: 030/314-72998
E-Mail-Anfrage [1]
www.fasttube.de

Entwicklungen im Maschinenschutz – Leichtbau und Simulation

Das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb erarbeitet Lösungskonzepte für hochleistungsfähige Umhausungen, die in allen Werkzeugmaschinen der HSC-, HPC- und konventionellen Bearbeitung eingesetzt werden können. Neben der Untersuchung potenziell geeigneter Werkstoffe unter den Gesichtspunkten Leichtbau und Sicherheit ist die numerische Simulation (FEM) ein Schwerpunkt bei der Entwicklung zukunftsgerichteter Lösungsansätze. Als Demonstrator dient hierfür ein Miniatur-Aufprallprüfstand, der die Vorgänge und insbesondere die Auswirkungen von Schäden durch Werkzeug- oder Werkstückbruchstücke veranschaulicht.

Kontakt:

Prof. Dr. h. c. Dr.-Ing. E. Uhlmann und Dipl.-Ing. Bernd Duchstein
TU Berlin
Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb
Tel.: 030/314-24456
Fax: -24456
E-Mail-Anfrage [2]
www.iwf.tu-berlin.de

Polymere Stents mit Formgedächtnis

Die Memory-Technik der Kunststoffe ist ein bekanntes Arbeitsgebiet der Kunststofftechnik. Es ist bekannt, dass Kunststoffteile, die partiell oder ganz orientiert sind, in den Orientierungsbereichen gerichtet schrumpfen. Technische Beispiele dafür sind Schrumpfschläuche, Schrumpffolienverpackungen, Schrumpfarmaturen für den Rohrbau und Kabelanwendungen. Bei Raumtemperatur sind diese Schrumpfelemente formbeständig, bei erhöhter Temperatur (über 80 oder 100°C) stellen sich die Orientierungen zurück und bewirken damit eine durch die Orientierung vorbestimmte Formänderung. Dabei muss das schrumpfende Teil lediglich erwärmt werden und benötigt keinerlei Krafteinwirkung.

Ebenso können spezielle Polymere in den Körper als Implantat eingeführt werden und dort, durch die Körperwärme aktiviert, einen Formänderungsvorgang durchführen. Dazu ist es erforderlich, dass diese Polymere eine Aktivierungstemperatur in der Gegend der physiologischen Körpertemperatur besitzen. Bei einem Röhrchen aus „shape-memory“-Polymer ist es bei geeigneter Konditionierung möglich, eine Durchmesserzunahme bei gleichzeitiger Längenänderung zu erzielen. Damit wird die minimal-invasive Anwendung eines solchen Schrumpfteils als selbstexpandierender Stent denkbar. Ein Stent ist eine Gefäßendoprothese, deren Aufgabe es ist, Gefäßverengungen dauerhaft offen zu halten. Das Prinzip des polymeren Stents beruht darauf, dass ein Kunststoffröhrchen in die Länge gereckt wird und dadurch eine Durchmessereinschnürung erfährt, die bei Temperaturabsen¬kung stabil bleibt, sich aber bei erneuerter Wärmezufuhr wieder im Durchmesser weitet. Versuche mit biokompatiblen „shape-memory“-Polymeren haben gezeigt, dass dies prinzipiell möglich ist. Für dieses Verfahren wurde bereits ein Patent erteilt, ein weiteres ist eingereicht.

Handelsübliche Stents bestehen aus Metalllegierungen, die nicht oder nur sehr schwer mit Wirkstoffen zu beladen sind. Dem Polymer hingegen können schon während der Polymerisation oder bei der späteren Verarbeitung Wirkstoffe zugesetzt werden, die dann gezielt in den Organismus abgegeben werden und damit den Behandlungserfolg erheblich verbessern können.

Kontakt:

Dipl.-Ing. Marco Müller
TU Berlin
Institut für Werkstoffwissenschaften
Fachgebiet Polymertechnik/-physik
Tel.: 030/314-25531
Fax: -21108
E-Mail-Anfrage [3]
www.ptk.tu-berlin.de

TU-Projekt am Themenstand Bionik - Lösungsansätze aus der Natur und deren Transfer in innovative Technikkonzepte in Halle 2 Stand D 46

Optimieren wie die Natur es macht

Zur Lösung von Optimierungsaufgaben ist die Evolutionsstrategie ein ro¬bustes und universelles Werkzeug. Die Evolutionsstrategie beruht auf der biologischen Evolutionsmethode, die selbst Ergebnis eines Evolutionspro¬zesses ist. Mit der Evolutionsstrategie werden Tragflügel entworfen, Brücken konstruiert, optische Systeme angepasst, Regler entwickelt und sogar Kaffeemischungen zusammengestellt.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Ingo Rechenberg, Dipl.-Ing. Ivo Boblan und Dipl.-Ing. Michael Stache
TU Berlin
Bionik und Evolutionstechnik
Tel.: 030/314-72655
Fax: -72019
E-Mail-Anfrage [4]
www.bionik.tu-berlin.de
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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Thorsten Knoll
TU-Servicegesellschaft mbH
Tel.: 0511/89597143
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