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TU Berlin

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An die Erde gefesselt

Mittwoch, 30. Mai 2007

Medieninformation Nr. 123/2007

Mercator-Professor Dmitry Rakov sucht nach neuen technischen Lösungen in der Luftfahrt

Aspectus invisus – die unsichtbare Möglichkeit: Sie fasziniert den Wissenschaftler, Erfinder und Künstler Dr.-Ing. Dmitry Rakov seit Jahren. "Neben allen Lösungen, die wir finden, gibt es immer noch mehrere, die wir nicht sehen", erklärt der russische Wissenschaftler, der sich derzeit als Mercator-Gastprofessor der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin aufhält.

"System- und Strukturanalyse von technischen Systemen" heißt sein Thema etwas undurchdringlich. Doch dahinter verbergen sich interessante Möglichkeiten für die Luftfahrt. Beispiel: Schalldämmende Effekte von Schaumstoffen. Luftfahrzeuge sind auf technische Systeme angewiesen, die nicht viel wiegen. Je mehr Gewicht, desto höher die Antriebskosten, desto höher die Belastung für die Umwelt, desto unwirtschaftlicher das ganze System. Die Werte von Schalldämmungen aus Holz und anderen Materialien konnten bislang nicht von leichteren Schaumstoffen erreicht werden. Ummantelt man den Schaumstoff allerdings vakuumdicht mit dünnen Folien, erhöhen sich die Werte signifikant. Hierzu führt Rakov derzeit mit Prof. Dr. Jürgen Thorbeck, Fachgebiet Luftfahrzeugbau und Leichtbau, entsprechende Versuche durch.

Ein anderes Beispiel: Stratosphärische Plattformen sind gegenwärtig für Anwendungen in der Telekommunikation und der Atmosphärenforschung in der Diskussion. Aerostaten, große Ballone, bieten dabei viele Vorteile: Sie benötigen wenig Antriebskraft, haben große Flächen, auf die man Solarzellen platzieren kann für die Produktion von elektrischer Energie. Frei in rund 20 Kilometer Höhe schwebende Ballone benötigen eine Steuerung, Platz für Treibstoff und die Nutzlast. Doch vielleicht kann man sie "fesseln", ihre materielle Verbindung mit der Erde zum Beispiel zur Energieversorgung nutzen. Hier neue technische Lösungen zu finden, die Möglichkeiten im Unsichtbaren zu sehen, das wird Dmitry Rakov die nächsten Monate beschäftigen.

2002 bis 2003 hielt sich der Ingenieur der russischen Akademie der Wissenschaften als Alexander von Humboldt-Stipendiat bereits am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin auf. In seiner knapp bemessenen Freizeit betätigt er sich als Künstler. Seine Bilder mit un-möglichen Figuren wurden bereits vielfach auf Ausstellungen gezeigt und sind auch in der Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni 2007 zu sehen (Haus der Physik, Hardenbergstraße 36).

2.400 Zeichen / pp

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr.-Ing. Dmitry Rakov
Technische Universität Berlin
Institut für Luft- und Raumfahrt
Marchstr.12-14
10587 Berlin
Tel.: 030 / 314 – 2 85 38

www.rakov.de

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