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TU Berlin

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Neues Leben, neues Bauen

Mittwoch, 20. Juni 2007

Medieninformation Nr. 145/2007

Ein Kunsthistoriker dokumentiert, wie Architekten in der sowjetischen Besatzungszone/DDR zwischen 1945 und 1951 versuchen, für die Idee von einer neuen Gesellschaft eine eigene Ästhetik zu finden

„Damals wurde mehr und anspruchsvoller gebaut, als man es sich bislang vorstellen konnte“, sagt Andreas Butter über die Architektur in der sowjetischen Besatzungszone bezie-hungsweise in der DDR zwischen 1945 und 1951. „Die Bauten erschienen noch nicht so repräsentativ geschmückt, waren aber mit viel Engagement konzipiert und verrieten oft einen überraschenden Kenntnisstand über die Entwicklungen, die jenseits der Grenzen der sowjetisch besetzten Zone abliefen.“

Andreas Butter hat in seiner Dissertation im Fachgebiet Kunstgeschichte an der TU Berlin, nicht nur die Architektur des Städtebaus im Osten untersucht, sondern en détail auch landwirtschaftliche Bauten, medizinische Einrichtungen, Bauten für Bildung und Erziehung, Industrie- und Kulturbauten sowie Erholungseinrichtungen und Sportanlagen analysiert. Seine Dissertation ist jetzt auch als Buch erschienen unter dem Titel „Neues Leben, neues Bauen. Die Moderne in der Architektur der SBZ/DDR 1945 bis 1951“.

„Die Bauvorhaben vor allem in der Landwirtschaft, im Wohnen sowie in Bildung und Kultur sollten mit einer eigenen Ästhetik das entschieden antinazistische Zukunftsbild der Gesellschaft widerspiegeln“, so Butter. Dabei sei vielfach an die zeitgenössischen westlichen Tendenzen wie auch an das „Neue Bauen“ der 1920er-Jahre angeknüpft worden. Butters Forschungen ergaben, dass in der SBZ/DDR bis 1951 das Gestaltungskonzept der Moderne noch klarer als im Westen als Identifikationsmuster angesehen wurde.

Ziel seiner Arbeit war es, die Transformationsprozesse verständlich zu machen, „in denen Erfahrungen und aktuelle Anforderungen aufgenommen wurden und die zur Entstehung von Gebäuden führten, die sowohl in ihrer sozialen Zweckbestimmung als auch in ihrer Gestalt eigenständig waren“, schreibt Butter.

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Dr. Andreas Butter

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