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TU Berlin

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Ein Schwede in Berlin

Mittwoch, 31. Januar 2007

Medieninformation Nr. 24/2007 

Der Architekt und Designer Alfred Grenander und die Berliner Architektur (1890 bis 1930) – Internationale Tagung an der TU Berlin

Er gehört zu den großen Unbekannten der deutschen Architekturgeschichte: Der Schwede Alfred Grenander (1863 bis 1931), der an der Entwicklung Berlins zur Weltstadt und modernen Architekturmetropole entscheidenden Anteil hatte. Ausgebildet an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin, schuf er als Chefentwerfer der verschiedenen Berliner Hoch- und Untergrundbahn-Gesellschaften Industriedesign „aus einem Guss“, dessen konstruktive Klarheit, Funktionalität und werbewirksame Zeichenhaftigkeit bis heute überzeugt. Wegweisend war dabei sein Umgang mit Stahlkonstruktionen ebenso wie mit Farbe, die bei ihm bereits ungewöhnlich früh raumkonstituierend zum Einsatz kam. Kaum wahrgenommen wurden bisher die Villen- und Industriebauten des Künstlers sowie seine Innenraumgestaltungen und Möbelentwürfe gerade der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Auch sie verdeutlichen, dass Alfred Grenander zu den maßgeblichen Neuerern seiner Zeit gerechnet werden muss.

„Ein Schwede in Berlin: Alfred Grenander und die Berliner Architektur 1890 bis 1930“ heißt die Tagung, die am 10. und 11. Februar 2007 an der TU Berlin stattfindet. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen: 

Beginn:
am 10. Februar 2007, um 9.00 Uhr
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 150/152, 10623 Berlin, Architekturgebäude, Raum A 053

Die anlässlich von Grenanders 75. Todestag stattfindende, von der Schwedischen Botschaft unterstützte Tagung wurde von Christoph Brachmann und Thomas Steigenberger vom Fachgebiet Kunstgeschichte sowie dem Schinkel-Zentrum für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität Berlin organisiert. Sie ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Die Tagung soll nicht nur Grenanders Werk beleuchten, sondern dieses vor allem auch in den zeitgenössischen architekturhistorischen Kontext einbetten. Namhafte Wissenschaftler kommen ebenso zu Wort wie jüngere Forscher. Am Beispiel des vielfältigen Grenanderschen Oeuvres mit seinen gleichermaßen innovativen wie konservativen Zügen soll hinterfragt werden, inwieweit eine bis heute oftmals noch auf Entwicklungslinien basierende Architekturgeschichtsschreibung tatsächlich aufrecht zu erhalten ist. Ausländische Einflüsse finden ebenso Berücksichtigung, wie das Werk bekannter Kollegen Alfred Grenanders. Beiträge sind u. a. Albert Gessner (1868 bis 1953), Alfred Messel (1853 bis 1909) und Emil Schaudt (1871 bis 1957) gewidmet. Stefan Muthesius fragt nach dem Vorbild Englands, Teppo Jokinen und Nikolaus Bernau untersuchen die Bedeutung der skandinavischen Länder. Eine abschließende Podiumsdiskussion am Sonntagabend (11. Februar, 18.45 Uhr) stellt die Frage nach dem denkmalpflegerischen Umgang mit Grenanders U-Bahnhöfen der Zwanziger Jahre, die oftmals weitgehenden Zerstörungen ausgesetzt sind. Eingeladen sind u. a. der Landeskonservator Jörg Haspel und Uwe Kutscher von der BVG.
Das reichhaltige Programm lässt eine lebhafte und anregende Tagung erwarten, die der Berliner Architekturforschung neue Impulse zu geben verspricht.

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Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

PD Dr. Christoph Brachmann
TU Berlin
Institut für Geschichte und Kunstgeschichte

Dr.-Ing. Ulrike Laible
Schinkel-Zentrum für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege
Tel.: 030/314-79695
Fax: -79696

www.schinkelzentrum.tu-berlin.de/grenander.html

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