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TU Berlin

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Besatzungsgeschichte als Gegenstand binationaler Verständigung

Mittwoch, 17. Januar 2007

Medieninformation Nr. 12/2007

Seminar des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin vom 26. bis 28. Januar 2007

Deutsch-Norwegische Geschichte ist nicht nur Fakten-, sondern auch Deutungsgeschichte. Am Beispiel der deutschen Besatzung Norwegens lässt sich erkennen, dass dieser Vergangenheit in beiden Ländern ganz unterschiedliche Bedeutung zugewiesen wurde. Die Methaphern und Denkmuster, die den jeweiligen nationalen Umgang mit der Vergangenheit beider Länder teilweise bestimmen, zeigen sich in unterschiedlichen Erinnerungskulturen in Bezug auf die Besatzungszeit. 

Gerade in Norwegen besaß die Besatzungszeit nach 1945 eine zentrale Bedeutung im Hinblick auf nationale Werte und Selbstverständigung, während diesem Aspekt der Geschichte nationalsozialistischer Besatzungsherrschaft in Deutschland eine eher untergeordnete Rolle zukam. Allenfalls in privaten Erinnerungen ehemaliger Besatzungssoldaten tradierte sich ein romantisiertes Bild des besetzten Norwegens und seiner Bevölkerung.

Die Kluft zwischen den Deutungen der ehemaligen Besatzer und Besetzten kann dazu führen, binationale Verständigung auf unterschiedlichsten Ebenen nachhaltig zu belasten, selbst wenn diese Bedeutungen im Laufe der Zeit einen Wandel durchlaufen haben. Dieser Wandel zeigt sich in öffentlichen, geschichtspolitischen Debatten und an veränderten generationenspezifischen Haltungen. 

Diesem Thema widmet sich das Seminar "Besatzungsgeschichte als Gegenstand binationaler Verständigung", zu dem wir Sie herzlich einladen möchten: 

Beginn:
am Freitag, dem 26. Januar 2007, 17.00 Uhr 
Ort:
Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin

Das Seminar findet im Kontext der Wanderausstellung "Nicht nur Lachs und Würstchen. Hundert Jahre deutsch-norwegische Begegnungen" statt, die bis zum 28. Januar im Museum für Kommunikation Berlin zu sehen ist. Sein Ziel ist es, Inhalte und Formen deutsch-norwegischer Geschichtsvermittlung vorzustellen und weiterzuentwickeln, in denen nationale Geschichtsdeutungen und die damit verbundenen Selbst- und Fremdbilder auf dem Prüfstand stehen. Die Beiträge des Seminars sollen zur Weiterentwicklung konkreter Vermittlungspraxis beitragen und richten sich an Multiplikatoren der Bildungs-, Gedenkstätten und Stiftungsarbeit. 

Das Seminar wird vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, vom HL-SENTERET, Center for Studies of Holocaust and Religious Minorities in Norway, Oslo und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., Berlin veranstaltet. Es ist öffentlich, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 €, ermäßigt 5 €. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung unter Angabe Ihres Namens und / oder Institution, Anzahl der Teilnehmer, Adresse, Telefon/Telefax und E-Mail an:

Dr. Claudia Lenz
c/o Center for Studies of Holocaust and Religous Minorities in Norway
Postboks 1168 Blindern
0318 Oslo/Norwegen
Tel.: ++47 / 228 421 29
E-Mail:

2965 Zeichen / ehr

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Elisabeth Lindner
vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Tel.: 030/314-25854
Fax: -21136

Petra Schmidt Dreyblatt
Tel.: 030/47476880

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