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TU Berlin

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"Pécs - Auschwitz - Kaufering. Stationen einer verlorenen Jugend"

Montag, 12. Februar 2007

Medieninformation Nr. 35/2007

Einladung zu der Vortragsreihe "Lebenszeugnisse"

Die Gesprächsreihe mit Zeitzeugen findet als gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung und des Literaturforums im Brecht-Haus statt. Vorgestellt werden – durch Lesung, Gespräche und Diskussionen – Autorinnen und Autoren, die Erinnerungen aus der jüdischen Lebenswelt publizieren. Die Themen reichen vom jüdischen Alltag und der Diskriminierung in der NS-Zeit über den Holocaust und das Exil bis hin zur Erfahrung des Überlebens und den Schwierigkeiten des Erinnerns. 

Am 22. Februar 2007 diskutiert Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, mit dem Zeitzeugen Andreas Jehuda Garai. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und bitten Sie, in Ihrem Medium auf dieses Gespräch hinzuweisen. Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Kultur-/Feuilletonredaktion weiter:

Zeit:
am Donnerstag, dem 22. Februar 2007, 20.00 Uhr
Ort:
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125, 10115 Berlin
Eintritt:
5 Euro, ermäßigt 3 Euro; kein Kartenvorverkauf

Andreas Jehuda Garai kommt 1928 in der ungarischen Stadt Pécs als Sohn einer jüdischen Familie zur Welt. In der Schule und im öffentlichen Leben spürt er bereits als Kind eine steigende Ablehnung, wird Opfer von Übergriffen seiner Schulkameraden und erfährt viele Demütigungen. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Ungarn ändert sich die Situation dramatisch. Im Mai 1944 folgt der 16-jährige Andreas seiner Jugendliebe Agi ins Ghetto von Pécs. Zwei Monate später befindet er sich auf dem Weg nach Auschwitz-Birkenau, wo er einige Wochen überlebt, ehe er sich zu einem Arbeitskommando meldet und in das Dachauer Außenlager Kaufering IV deportiert wird. Dort muss er im unterirdischen Bunkerbau, einem Projekt der Rüstungsindustrie zur Fertigung von Flugzeugen, unter un-menschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Als Muselmann, das heißt als ein bis auf die Knochen abgemagerter Häftling, dem Tod näher als dem Leben, erlebt er 1945 die Befreiung der Amerikaner. Er kehrt zunächst in seine Heimatstadt zurück, um Medizin zu studieren, ehe er 1949 nach Israel auswandert. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete Andreas Garai als Psychiater. Er lebt heute in Netanya an der Westküste Israels. 

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Yasemin Shooman
Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Tel.: 030/314-25467
Fax: -21136

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