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ENHANCE – Ein gemeinsamer Campus für Europa

Donnerstag, 27. Februar 2020

Medieninformation Nr. 39/2020

TU Berlin initiiert Allianz mit sechs Partner-Universitäten zur Beteiligung an der Europäischen Hochschulinitiative der EU-Kommission

Die Universitäten Europas sollen Orte exzellenter Forschung und pädagogischer Neuerung sein. Flexiblere Studien- und Forschungsangebote sowie weniger bürokratische Hürden können dabei Studierenden, Promovierenden, Forschenden und Mitarbeitenden wesentlich den individuellen Bildungs- und Karrierewege erleichtern. Als aktive Gestalterin des europäischen Bildungsraums beteiligt sich die TU Berlin gemeinsam mit sechs europäischen Partner-Universitäten am zweiten Call „European Universities Initiative“ der EU-Kommission. Als koordinierende Hochschule reichte die TU Berlin am 26. Februar 2020 den Antrag für die „ENHANCE – European Universities of Technology Alliance“ ein. An dem Zusammenschluss von sieben europäischen innovativen technischen Universitäten beteiligen sich die Chalmers University of Technology (Schweden), Norwegian University of Science and Technology (Norwegen), Politecnico di Milano (Italien), RWTH Aachen University (Deutschland), Universitat Politècnica de València (Spanien) und die Warsaw University of Technology (Polen). Die dann ausgewählten und mit 120 Millionen Euro geförderten Allianzen sollen als Rollenmodelle für die künftigen Europäischen Universitäten fungieren, für die es unter dem neuen Erasmus-Programm eine spezielle Förderlinie geben wird.

Mit der Vision „We will drive responsible societal transformation by enhancing a strong alliance of European Universities of Technology, empowering people to develop and use science and technology responsibly and turn global challenges into opportunities” verfolgen die Partner-Universitäten innerhalb ENHANCE das Ziel, in der dreijährigen Förderperiode den Grundstein für Strukturen zu legen, die eine uneingeschränkte Mobilität von Studierenden, Forschenden und Mitarbeitenden der Universitäten untereinander ermöglichen. Unter anderem soll dies durch eine Anerkennungsdatenbank und ein mapping von Studienangeboten erfolgen, so dass Studierende Bildungsangebote innerhalb der Allianz auswählen können und ihnen für diese automatische Anerkennung garantiert wird. Mit ausgewählten Bachelor- und Masterstudiengängen sollen die angestrebten Instrumente zunächst getestet werden. Außerdem sollen durch neuartige Lehr- und Bildungsformate langfristig alle Studierenden von dem internationalen ENHANCE-Angebot profitieren. Zum Beispiel wird es Studierenden möglich sein, online an Kursen der Partner-Universitäten teilzunehmen, virtuell mit Studierenden an Projekten zu arbeiten oder an Workshops und summer schools teilzunehmen.

Eine Werte-basierte Lehre in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren soll sicherstellen, dass Studierende dazu befähigt werden, kritisch zu denken und Wissen bzw. Technologien zum Wohl der Gesellschaft zu entwickeln und anzuwenden. Als ein Zusammenschluss technischer Universitäten liegt ein Schwerpunkt von ENHANCE zudem auf nachhaltigen Innovationen und Entrepreneurship. In einem ersten Schritt soll in gemeinsamer Forschung herausgefunden werden, welche Unterstützung Start-ups benötigen, um wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig zu agieren.

„Nach einer sehr konstruktiven Antragsphase warten wir gespannt das Ergebnis des Wettbewerbs ab“, so Prof. Dr. Angela Ittel, Vizepräsidentin für Strategische Entwicklung, Nachwuchs und Lehrkräftebildung der TU Berlin. „Wir haben uns gemeinsam ehrgeizige Ziele gesetzt und ich bin überzeugt davon, dass die Europäische Hochschulinitiative die Kooperation mit unseren Partnern auf ein neues Niveau heben wird. Schon jetzt arbeiten wir enger zusammen als jemals zuvor.“

Hintergrund der Europäischen Hochschulinitiative
Auf die vielbeachtete Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an der Pariser Sorbonne-Universität zurückgehend wurde das Konzept der europäischen Hochschulen von Mitgliedsstaaten, Hochschulinstitutionen und Studierendenorganisationen entwickelt. Bereits am ersten Pilotcall im vergangenen Jahr beteiligten sich 54 Allianzen mit über 300 Hochschulen aus 28 EU-Mitgliedsstaaten. Für 17 erfolgreiche Allianzen stand ein Budget von 85 Millionen Euro zur Verfügung. Deutsche Hochschulen waren dabei sehr erfolgreich. Sie waren an 14 der 17 Netzwerke beteiligt.


Näheres zum Vorhaben: https://eu.daad.de/infos-fuer-hochschulen/programmlinien/foerderung-von-hochschulkooperationen/europaeische-hochschulen/de/66020-europaeische-hochschulen/ 

rb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Ulrike Hillemann-Delaney
TU Berlin
Internationales
Tel.: +49 (0)30 314-29464

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