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“Cleared for takeoff”

Montag, 01. April 2019

Medieninformation Nr. 54/2019

TU Berlin setzt neues Forschungsflugzeug in Forschung und Lehre ein

472,5 Kilogramm, zwei Sitzplätze und eine Reichweite von 1100 Kilometern: Das Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin besitzt mit seinem „LASER“ (Light Aircraft for Science, Education and Research) erstmals seit 30 Jahren wieder ein eigenes Flugzeug für Forschung und Lehre. Nach umfangreichen Abnahmetests am Boden und in der Luft ist es im Januar 2019 ausgeliefert worden und steht nun der Universität zur Verfügung.

„Ein eigenes Flugzeug können wir nach unseren Wünschen gestalten. Spezielle Messvorrichtungen, Kabelschächte und Anbauvorrichtungen konnten wir während des Flugzeugbaus anfertigen lassen und nun nutzen. Bei einem geliehenen Modell wäre dies undenkbar“, so Bastian Göbel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr. Er ist gleichzeitig Pilot des Flugzeuges. Auch im laufenden Betrieb lässt sich LASER technisch an die jeweiligen Forschungsvorhaben anpassen und kann daher von verschiedenen Fachgebieten für Forschungsprojekte genutzt werden. So kann eine umfangreiche Messausrüstung in der Kabine und in zwei Außenlastbehältern unterhalb der Tragflächen installiert werden. Die entwickelten Systeme lassen sich schnell und kostengünstig erproben, da Zulassungsverfahren in dieser Luftfahrzeugklasse entfallen.

Seine geringen Betriebskosten machen den Flieger aber auch für den Einsatz in Studierendenprojekten oder in der Lehre interessant. „Wir wollen Studierende mit diesem Flugzeug für das Thema Luftfahrt und Flugverkehr begeistern, aber ihnen auch Verfahren, die für den Flugbetrieb wichtig sind, praktisch demonstrieren“, erklärt Göbel. Beim Flugbetrieb wird Göbel von zwei weiteren Mitarbeitern des Instituts unterstützt. Diese hatten während des Fertigungsprozesses einen Flugschein für Ultraleichtflugzeuge erworben und dürfen LASER nun ebenfalls fliegen.

Lupe

Aktuell ist der LASER am Verkehrslandeplatz Oehna im Süden Brandenburgs stationiert. Finanziert wurde das Ultraleichtflugzeug vom Typ Peregrine SL des Herstellers Fläming Air aus Mitteln der TU-internen Forschungsförderung sowie Eigenanteilen der Fachgebiete „Flugführung und Luftverkehr“ und „Luftfahrzeugbau und Leichtbau“. Neben einem bereits zugesagten EU-Forschungsprojekt werden derzeit eine Vielzahl von Forschungsanträgen erarbeitet, bei denen das Flugzeug zum Einsatz kommen soll. So werden am Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr Systeme und operative Verfahren entwickelt, die einen gleichzeitigen und sicheren Einsatz von Drohnen und Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt im selben Luftraum ermöglichen. Neben dem Institutsbetrieb steht das Flugzeug grundsätzlich allen, auch fachfremden Fachgebieten der TU Berlin offen, zum Beispiel für Luftbildaufnahmen.

Weiterführende Informationen

Das Institut für Luft- und Raumfahrt hat für eine Woche den Instagram-Account der TU Berlin übernommen. Auf diesem gibt es Einblicke in verschiedene Fachgebiete des Instituts und Eindrücke zur Einweihungsfeier des Flugzeuges LASER am 29. März 2019: https://www.instagram.com/tu_berlin/.

ag

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr.-Ing. Andreas Bardenhagen
TU Berlin
Fachgebiet Luftfahrzeugbau und Leichtbau
Tel.: 030 314-28538

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