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Anreiz für wissenschaftliche Orientierung

Montag, 10. Dezember 2018

Medieninformation Nr. 253/2018

Verleihung des Clara-von-Simson-Preises an der TU Berlin

Jährlich ehrt die TU Berlin die besten Studienabschlussarbeiten von Absolventinnen, vorrangig aus den Natur- bzw. Technikwissenschaften, mit dem Clara-von-Simson-Preis. Ausgelobt wird dieser durch die Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin. Gewürdigt wird neben den Studienleistungen zusätzlich gesellschaftspolitisches Engagement der Bewerberinnen. Die Auszeichnung und das Preisgeld sollen ein deutlicher Anreiz für eine Orientierung auf eine Karriere in der Wissenschaft sein. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis wurde am 7. Dezember an der TU Berlin vergeben.

Die Preisträgerinnen des Clara-von-Simson-Preises 2018

Maike Irena Kohn hat im Masterstudiengang „Regenerative Energiesysteme“ an der TU Berlin studiert und wird für ihre Arbeit zur „Entwicklung eines Optimierungsalgorithmus zur Steuerung einer Lithium-Ionen-Batterie“ mit dem ersten Platz, der mit 2.500 Euro dotiert ist, ausgezeichnet. Sie hat darin einen Algorithmus zur Steuerung der Batterien erarbeitet und deren Wirtschaftlichkeit geprüft und mit ihrer Arbeit einen relevanten Beitrag für den praktischen Einsatz regenerativer Energien geleistet. Maike Kohn bleibt der Wissenschaft erhalten und plant eine Promotion zum Themenfeld der Speichertechnologien.

Den zweiten Preis und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro teilen sich Anna Loffing und Laura Mark. Anna Loffing hat den Masterstudiengang Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin studiert und mit der Arbeit „Pink Power: The Practices of Insurgent Citizenship at the Self-Managed Homeless Community of Nickelsville in Seattle, Washington“ abgeschlossen. Mithilfe von qualitativen Methoden untersuchte sie Praktiken der Selbstbestimmung und politischen Teilhabe in Obdachlosen-Communities in Nickelsville Seattle. Anna Loffing ist auch privat politisch aktiv und engagiert sich in der Neighborhood Action Coalition in Seattle für eine solidarische Wohnungspolitik.

Laura Mark hat den dualen Master „Urban Planning and Mobility“ an der TU Berlin und der Universidad de Buenos Aires abgeschlossen. Der Titel ihrer Thesis lautet: „Daily (Im)Mobility in Slums - a Female Perspective from the Villa 20 in Buenos Aires“. Mithilfe von Feldforschung untersuchte sie Mobilitätsmuster von Frauen, die in durch Armut geprägten Vierteln von Buenos Aires leben, in sogenannten Slums, und konnte zeigen, dass deren Mobilität stark von Beschränkungen wie Unsicherheiten, Kosten, etc. geprägt ist. Aus den Ergebnissen ihrer Arbeit lassen sich Schlussfolgerungen für notwendige Interventionen verschiedener Politikfelder ziehen, wie beispielsweise die dringende Notwendigkeit den öffentlichen Verkehr auszubauen.

Leonie Callies ist die Preisträgerin des mit 1.000 Euro dotierten dritten Platzes. Sie hat an der TU Berlin physikalische Ingenieurwissenschaft studiert und mit dem Master of Science abgeschlossen. Zuvor hat sie ein Masterstudium im Fach Mathematik an der Linné-Universität  Växjö in Schweden absolviert. „Development and Evaluation of Quaternion-based Methods for Hand Posture Estimation via Inertial Sensors“, lautet der Titel ihrer Abschlussarbeit. Leonie Callies hat darin an Grundlagen von Neuro-Prothesen für die Hand geforscht. Kernstück ihrer Arbeit war es, eine Bewegungs-Abschätzung der Hand zu entwickeln und deren Genauigkeit in Experimenten zu prüfen. Grundlage für die Bewegungs-Abschätzung sind Sensoren, die an verschiedenen Punkten der Hand angebracht werden. Um die Rohdaten dieser Sensoren interpretierbar zu machen, hat Leonie Callies ein komplexes mathematisches Konzept entwickelt und konnte zeigen, dass die von ihr vorgestellten Bewegungsabschätzungen präzise sind und damit eine wichtige Voraussetzung für Neuroprothesen darstellen können. So hat Leonie Callies einen bedeutsamen Beitrag zur Optimierung der Rehabilitation für Patient*innen mit neuronalen Erkrankungen wie Schlaganfall geleistet.

Der Name des Preises nimmt Bezug auf die Wissenschaftlerin und Politikerin Dr. Clara von Simson, die 1951 als erste Frau im Fach Physik der TU Berlin habilitierte und als Privatdozentin die erste Grundordnung der TU Berlin vonseiten des Mittelbaus mitgestaltete. Später war sie Leiterin der Lette-Schule, setzte sich schon sehr frühzeitig für die Förderung von Mädchen in natur- und technikwissenschaftlichen Berufen ein, war als Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus und in der Landespolitik auch frauenpolitisch aktiv und bekam 1966 die Ehrensenatorinwürde des Akademischen Senats der Technischen Universität Berlin verliehen.

Umfangreiche Informationen zum Clara-von-Simson-Preis finden Sie unter
www.tu-berlin.de/?id=179438

bk

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Antje Bahnik
Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin
Tel.: 030/314-21438

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