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TU Berlin

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Lion Feuchtwangers Berliner Jahre

Freitag, 18. Oktober 2013

Medieninformation Nr. 222/2013

6. Zweijahrestagung und Feuchtwanger-Familientreffen vom 24.–26.10.2013 im Jüdischen Museum Berlin

Im Oktober 2013, im Themenjahr 1933, ist das Jüdische Museum Berlin Gastgeber des Feuchtwanger-Familientreffens und der 6. Zweijahrestagung der Internationalen Feuchtwanger Gesellschaft. Die Tagung wurde konzipiert von Prof. Dr. Barbara von der Lühe vom Fachgebiet Medienwissenschaft der TU Berlin sowie Prof. em. Ian Wallace, Internationale Feuchtwanger Gesellschaft. Die Tagung ist öffentlich, eine Anmeldung ist noch möglich.

Das Jüdische Museum Berlin und die Internationale Feuchtwanger Gesellschaft laden zur Tagung ein:
Zeit:
24.–26.10.2013
Beginn der Konferenz am 24.10. um 10 Uhr
Ort:
Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die Veranstaltung ist (bis auf wenige Ausnahmen) öffentlich und kostenfrei. Um Anmeldung wird jedoch gebeten: oder 030/25993488.

Das Programm finden Sie auf den Seiten der Feuchtwanger Society: www.usc.edu/libraries/archives/arc/libraries/feuchtwanger/ifs/documents/FeuchtwangerTagung_001.pdf

Im Mittelpunkt der Tagung stehen Edgar Feuchtwanger (geb. 1924) und sein Sohn Adrian Feuchtwanger, Sohn und Enkel von Lion Feuchtwangers Bruder Ludwig Feuchtwanger: Edgar Feuchtwanger wird über sein Leben sprechen und sich mit der Beziehung von Lion Feuchtwanger zu seinem Bruder Ludwig beschäftigen. Dieser, ein promovierter Jurist, veröffentlichte zahlreiche Schriften über jüdische Geschichte, Philosophie und Religion.
Das Verhältnis zwischen Lion und Ludwig Feuchtwanger analysieren verschiedene Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven. Es geht auf der Konferenz auch um Franz Feuchtwanger, der im mexikanischen Exil lebte.

Marta Feuchtwanger, Gattin und Muse des Dichters, ist eine Abend-Veranstaltung im Literaturhaus Berlin gewidmet unter dem Titel „Marta Feuchtwanger – Eine emanzipierte Frau. Staatssekretärin Hella Dunger-Löper wird über Marta Feuchtwanger in Berlin sprechen. In einem Gespräch zwischen der Journalistin Marianne Heuwagen, die Marta Feuchtwanger persönlich kannte, und Alexandra Tyrolf, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Frauen und Exil beschäftigt, wird der Lebensweg und das Wirken dieser besonderen Frau nachgezeichnet werden. (24.10., 20 Uhr, Literaturhaus, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin, Kaminraum, Eintritt 5 Euro).

Micha Brumlik wird sich in seiner Festrede zum Abschluss der Tagung mit Lion Feuchtwangers literarischem Vermächtnis beschäftigen.

Zweiter Themenbereich der Konferenz sind Lion Feuchtwangers Berliner Jahre und die Rezeption seiner Werke weltweit seit 1933, insbesondere in Deutschland nach 1945.

Die Diskussion von Aspekten des Lebens und Werks von Erich Kästner, Carl Zuckmayer, Ludwig Wittgenstein, Dorothy Thompson, Billy Wilder und Kurt Weill stellt die dritte Schwerpunktsetzung der Konferenz dar.

Begleitend zum Vortragsprogramm der Konferenz werden Lesungen, Filmvorführungen und Museumsführungen zusammen mit dem Jüdischen Museum, dem Senat von Berlin und dem Literaturhaus Berlin durchgeführt werden.


Die Beiträge werden in einem Konferenzband veröffentlicht. Sein Erscheinen ist für 2015 geplant.

Lion Feuchtwanger

Lion Feuchtwanger, geboren 1884 in München, zog Mitte der 1920er Jahre nach Berlin, wo er bis 1933 lebte. Weltbekannt wurde er mit seinem 1925 erschienenen Roman „Jud Süß“, der in viele Sprachen übersetzt wurde. 1933 emigrierte er mit seiner Frau Marta nach Frankreich, von dort 1940 über Spanien und Portugal in die USA. In seinem französischen Exil und in seinem Domizil in Los Angeles, der „Villa Aurora“, entstanden zahlreiche seiner Werke. Lion Feuchtwanger starb 1958 in Los Angeles, ohne Deutschland wieder gesehen zu haben.

Internationale Feuchtwanger Gesellschaft

Im Zweijahresrhythmus organisiert die Internationale Feuchtwanger Gesellschaft (Sitz: University of Southern California, USC, in Los Angeles/USA) abwechselnd in Europa und in den USA mit Partnerinnen und Partnern Konferenzen, die sich mit verschiedenen Aspekten von Lion Feuchtwangers Werk und Leben beschäftigen, aber auch das Werk anderer deutschsprachiger Kulturschaffender in der Zeit des Nationalsozialismus und im Exil beleuchten. Zu allen Konferenzen sind Tagungsbände erschienen.

Die Konferenzen der Internationalen Feuchtwanger-Gesellschaft widmen sich jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Interdisziplinär und interfakultär sollen auf den Konferenzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Lion Feuchtwanger und dem Thema des kulturellen Exils auseinandersetzen, zusammengeführt werden um neue Forschungsfragen aufzuwerfen und Forschungsbereiche zu erschließen.

Im Jahr 2005 ging es auf der Konferenz in Sanary-sur-Mer primär um das deutschsprachige Exil in Frankreich. Mit „Feuchtwanger und Film“ beschäftigte sich 2007 die Tagung in Los Angeles, Veranstalter waren die University of Southern California (USC), wo sich in der Feuchtwanger Memorial Library der Nachlass Lion Feuchtwangers befindet, und die Villa Aurora, Lion Feuchtwangers Wohnsitz von 1943 bis zu seinem Tod. 2009 standen  an der Universität Wien Lion Feuchtwangers Auseinandersetzungen mit Glaube und Kultur sowie das Exil von Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt. 2011 tagte die internationale Feuchtwanger-Gesellschaft wieder in Los Angeles, unter dem Motto „ Zurückkehren? Deutschsprachige Exilanten in Südkalifornien nach 1945“.

ehr

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Prof. Dr. Barbara von der Lühe
TU Berlin
Institut für Sprache und Kommunikation

Prof. em. Ian Wallace
Internationale Feuchtwanger Gesellschaft

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Tel.: 030/259 93 419

www.usc.edu/libraries/archives/arc/libraries/feuchtwanger

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