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TU Berlin

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Böhmisch-Rixdorf: dörflich-soziale Strukturen in Neukölln

Donnerstag, 21. Juni 2012

Medieninformation Nr. 154/2012

Studierende der TU Berlin präsentieren Ausstellung / Einladung zur Eröffnung am 29. Juni 2012

Am 29. Juni wird anlässlich des 275-jährigen Bestehens des Böhmischen Dorfes in Berlin-Neukölln die Ausstellung „Keine Urbanität ohne Dörflichkeit – das Böhmische Dorf als Stadtlabor“ in der Galerie im Saalbau eröffnet. Als Kooperation zwischen dem Fachgebiet Planungs- und Architektursoziologie der TU Berlin und dem Kulturamt Neukölln haben TU-Studierende gemeinsam mit Prof. Dr. Cordelia Polinna und der Designerin Sophie Jahnke das Projekt über Böhmisch-Rixdorf konzipiert und umgesetzt.

Das Böhmische Dorf unweit der Karl-Marx-Straße im Süden Berlins hat bäuerlich anmutende Gassen und Gärten, einen U-Bahnanschluss und ist durch viele verschiedene Ethnien geprägt. Seit seiner Entstehung vor 275 Jahren verbinden sich hier ländliche und urbane Eigenschaften miteinander. Die Böhmen und ihre Nachfahren verhalfen der Wohngegend zu seinen dörflichen Strukturen mit Gasthäusern, Läden und wichtigen Treffpunkten für Gemeinschaft, die unerlässlich für das Prosperieren von Böhmisch-Rixdorf waren. Denn sie ermöglichten enge soziale und räumliche Netzwerke. Diese waren für das Leben am Rande einer Großstadt hilfreich. Auch heute – so die These der Ausstellung – spielen als „dörflich“ zu bezeichnende enge soziale Verflechtungen eine wichtige Rolle für Migrantinnen und Migranten, um in der neuen Heimat anzukommen und mit den vielfältigen neuen Herausforderungen umzugehen.

Zeit:
Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Eröffnung eingeladen. Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf die Ausstellung hin. 
Ort:
Galerie im Saalbau, Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin 

Öffnungszeiten nach der Eröffnung:
dienstags bis sonntags, 10.00 bis 20.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung:
30. Juni bis 22. September 2012 

Über historische Recherche und Interviews mit Bewohnern, Gewerbetreibenden und anderen Akteuren des Quartiers wurden Orte der Migration im Gebiet definiert – die natürlich nur subjektiv als solche wahrgenommen werden, aber dennoch viel über den Charakter des Quartiers, die Nutzung von städtischen Räumen und ihre Geschichte aussagen. Die Orte verdeutlichen, wie verschiedene (Migranten-)Gruppen das Gebiet prägen und es zu einem Stadtlabor machen, in dem ausgetestet wird, wie Menschen verschiedenster ethnischer, kultureller und sozialer Hintergründe miteinander leben.

Die Ausstellung zeigt etwa 25 historische und aktuelle Orte der Migration in Rixdorf. Zudem gibt sie einen Überblick über die Siedlungsgeschichte des Böhmischen Dorfes. Ab Anfang August sollen die ausgewählten Orte markiert und die Ausstellung soll in den Stadtraum getragen werden.

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Cordelia Polinna
Fakultät VI Planen Bauen Umwelt
Fachgebiet Planungs- und Architektursoziologie
Tel.: 030/314-25433

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

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