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TU Berlin

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E-Learning-Projekt für Strafgefangene ausgezeichnet

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Medieninformation Nr. 320/2012

Projekt „BLiS“ am Institut IBI erhält Xenos-Verstetigungspreis

Das Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI), ein An-Institut der TU Berlin, erhielt für „Blended-Learning im Strafvollzug“ („BLiS“) am 13. Dezember den Xenos-Verstetigungspreis 2012. Damit werden herausragende Projekte gewürdigt, bei denen es während der Förderperiode gelungen ist, die Projektergebnisse in hervorragender Weise zu verstetigen. Der Preis wurde von Staatssekretärin Dr. Annette Niederfranke vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales übergeben.

Im Rahmen des Xenos-Förderprogrammes hatte das IBI von 2008 bis 2011 das Projekt „BLiS“ durchgeführt, um Strafgefangene mit Blended-Learning-Angeboten auf die Reintegration in die Gesellschaft vorzubereiten. Länderübergreifend übernahm „BLiS“ eine koordinierende Funktion für die pädagogisch-didaktische Weiterentwicklung der E-Learning-Angebote. Die Lern- und Kommunikationsplattform „E-Learning im Strafvollzug“, kurz „elis“, wurde als zentrales Instrument entwickelt. Mit ihren rund 200 interaktiven und multimedialen Lernprogrammen für die schulische und berufliche Bildung sowie für Medien-, Sozial- und Alltagskompetenzen wird die Lernplattform fortgeführt.

TU-Professor Dr. Wilfried Hendricks, wissenschaftlicher Direktor des IBI, Ariane von der Mehden, Projektleiterin von „elis“, und Elisabeth Theine, Referentin im Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg, nahmen den Preis entgegen.

Elisabeth Theine betonte anlässlich der feierlichen Preisübergabe, dass das Projekt „BLiS“ mit Unterstützung der Landesjustizverwaltungen entwickelt worden sei. „Brandenburg war von Anfang an dabei und hat das Projekt gezielt gefördert. Für uns war klar: Man kann gemeinsam mehr schaffen. Daher war es aus unserer Perspektive wenig sinnvoll, nach Ablauf des Projektes ‚BLiS‘ wieder auf die Länderebene zurückzukehren.“ Eine gemeinsame Zusammenarbeit der Justizverwaltungen mache den Betrieb der ‚elis‘-Lernplattform wesentlich effektiver, innovativer und kostengünstiger, erläuterte sie. „Wir wollen auf dieses seit Jahren erprobte Miteinander nicht mehr verzichten“, so Elisabeth Theine.

„Wir sind sehr stolz auf diesen Preis. Das Team vom IBI hat hervorragende Arbeit geleistet“, erklärte Prof. Dr. Johannes Meyser, wissenschaftlicher Direktor des IBI und Professor am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre der TU Berlin. Er sei sehr froh darüber, dass mit dem IBI der TU Berlin ein kompetenter Partner im Bereich der Arbeit mit digitalen Medien zur Seite stehe.

Gewachsene Strukturen und die Lernplattform „elis“ aus dem Projekt „BLiS“ sollten nach dem Projektende 2011 in den Bildungseinrichtungen des Strafvollzugs weiter genutzt werden. Deshalb beschlossen die beteiligten Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie die Republik Österreich, den technischen und pädagogischen Betrieb mit eigenen Haushaltsmitteln fortzuführen. Damit zielten die beteiligten Länder darauf ab, die (medien-)pädagogische Arbeit für bildungsbenachteiligte Strafgefangene als Schwerpunkt zu setzen. Sie sind im deutschsprachigen Raum Vorreiter für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien im Strafvollzug.

Die Lernplattform „elis“ ist heute sehr gut etabliert. Weitere Bundesländer und einzelne Haftanstalten, auch aus dem deutschsprachigen Ausland, haben Interesse an einer Teilnahme bekundet. Neben dem inhaltlichen Angebot und der pädagogische Betreuung wird auch die technische Infrastruktur geschätzt. Diese gewährleistet eine langfristige Perspektive zur Nutzung digitaler Medien im Bildungsbereich des Strafvollzugs unter Einhaltung strenger Sicherheitsrichtlinien.

Mehr Informationen zu „elis“ unter: www.tu-berlin.de/?id=127500

Xenos ist Teil des „Nationalen Aktionsprogramms Integration“ der Bundes-regierung. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF). Ziel der ersten Förderrunde war es, Aktivitäten gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus in arbeitsmarktbezogene Maßnahmen an der Schnittstelle zwischen (Berufs-)Schule, Ausbildung und Arbeitswelt zu integrieren.

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Ariane von der Mehden
Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft e.V.
in Kooperation mit der TU Berlin
Tel.: 030 / 330 99 89 10

www.ibi.tu-berlin.de

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