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TU Berlin

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Funksignale vom Feld – Staffellauf für Erntedaten

Donnerstag, 29. September 2011

Medieninformation Nr. 280/2011

Nahtlose Informationskette vom Acker über den Datenserver des Agrarbetriebs bis zum Verbraucher entwickelt / Vorstellung am 6.10.2011 an der TU Berlin

„Brandenburger Haferflocken aus ökologischem Anbau“, knapp und exakt informiert das Label über den Inhalt der Verpackung. Für den Landwirt jedoch geht mit der Produktauszeichnung eine gesetzliche Gewährleistungspflicht einher. Der Betrieb muss alle relevanten agrarwirtschaftlichen Informationen bereitstellen können, um Qualität und Herkunft des Produkts nachzuweisen. Wissenschaftler der TU Berlin haben jetzt gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie ein Kommunikationssystem entwickelt, das den nahtlosen Datentransfer vom Acker bis zum Server des landwirtschaftlichen Betriebs ermöglicht.

Erstmals können Erntedaten nun detailliert erfasst, lückenlos weitergeleitet und dank dem offenen Standard für XML-basierte Dateiformate von gängigen Software-Lösungen verarbeitet werden. Der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird das Kommunikationssystem am 6. Oktober 2011 an der Technischen Universität Berlin. In dem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderten Projekt kooperierte die TU Berlin mit der TU Dresden, der Universität Karlsruhe, der John Deere AG, der LogicWay GmbH und der Arkade GmbH.

Lückenlose Dokumentation

„Mit dem Kommunikationssystem stellen wir die Basis für ein durchgängiges landwirtschaftliches Informationssystem. Agrarbetriebe können Anbau-, Ernte- und Auslieferungsdaten lückenlos dokumentieren”, erklärt Prof. Dr.-Ing. Henning Meyer, Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik an der TU Berlin. Die Daten werden produkt- und flurbezogen erhoben und erschließen dem Landwirt vielfältige Einsatzmöglichkeiten. „Neben dem Zurückfolgen der Nahrungsmittel bis zu ihrem Anbauort lassen sich Logistikketten optimieren, Ernteabläufe flexibel an die aktuelle Situation anpassen und Bewirtschaftungsstrategien überprüfen”, erläutert Meyer.

Flexibel einsetzbar

Herzstück des Systems ist die so genannte LaSeKo-Box. „Die kleine Metallbox ist mit einer Funkeinheit und einem Softwaremodul ausgestattet. Sie kann flexibel in die aktuell benötigten Fahrzeuge integriert werden, und zwar unabhängig von Hersteller und Modell”, so Meyer. Während der Ernte und der Auslieferung zeichnet das Dokumentationssystem auf, wo welche Getreidesorte geerntet wird, wie viel und unter welchen Bedingungen die Ernte eingebracht wird und welche Mühle die Lieferung entgegen nimmt. Die erhobenen Daten werden verschlüsselt und drahtlos via GSM-Netz übertragen – vom Mähdrescher an den Traktor weiter an den Silo und schließlich an die Mühle.

Mit diesem „Staffellauf der Erntedaten“ können die Landwirte zukünftig genau eingrenzen, auf welcher Flur ein Getreide angebaut wurde. Bislang werden landwirtschaftliche Ernteprozesse noch in Form von Wiegescheinen dokumentiert. Eine Rückverfolgung auf das Anbaugebiet bedarf eines großen administrativen Aufwands. Das Kommunikationssystem der Wissenschaftler der TU Berlin hingegen bietet eine lückenlose Informationskette vom Feld bis zum Verpackungslabel.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Bitte weisen Sie in
Zeit:
6. Oktober 2011, 10.00 bis 14.00 Uhr
Ort:
TU Berlin, Gebäude W, Straße des 17. Juni 144, Raum 303

Um Anmeldung wird gebeten unter:

Eva Sittig

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr.-Ing. Henning Meyer
TU Berlin
Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme
Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik
Tel.: 030/314-78517

www.laseko.de

Zusatzinformationen / Extras

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