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TU Berlin

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TU-Projekte auf der Messe „Wasser Berlin“: Schadstoffkontrolle und effiziente Abwassertechnologien

Dienstag, 26. April 2011

Medieninformation Nr. 118/2011

Die TU Berlin beteiligt sich mit vier Fachgebieten und dem Innovationszentrum „Wasser in Ballungsräumen“ an der internationalen Messe „Wasser Berlin“, die vom 2. bis 5. Mai 20011 auf dem Messegelände am Funkturm stattfindet. Die zehn TU-Projekte werden am Gemeinschaftsstand der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in der Halle 2.3, Stand 214 präsentiert. Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf die TU-Beteiligungen hin.

Projekt: Innovationszentrum „Wasser in Ballungsräumen" (IZ-WIB)

Das Innovationszentrum „Wasser in Ballungsräumen" (IZ-WIB)ist ein fakultätsübergreifendes Netzwerk der TU Berlin. 22 Fachgebiete bündeln ihre Aktivitäten in der Wasserforschung. Mehr als 100 laufende Drittmittelprojekte unterstreichen die Stärke der TU Berlin in ihrem Zukunftsfeld Wasser. Die Arbeiten unterteilen sich in vier Kernfelder: Wasser- und Stoffkreisläufe; Innovation; Problemstoffe, Analytik, Verhalten in der Umwelt; Planung, Bewertung, Organisation sowie internationale Zusammenarbeit und Wissenstransfer. Das IZ-WIB ist die ideale Anlaufstelle für alle Wasser relevanten Fragen an die TU Berlin.
Kontakt: Dr.-Ing. Mathias Ernst, TU Berlin, Innovationszentrum „Wasser in Ballungsräumen", Tel.: 030/314-25493, E-Mail:

Projekt: Der TU Berlin-Campus in El Gouna

Die TU Berlin richtet in Ägypten einen Satellitencampus als wissenschaftliche Außenstelle ein. Der voraussichtlich ab Herbst 2012 angebotene Masterstudiengang „Water Engineering“ konzentriert sich vornehmlich auf die wasserrelevanten Probleme von ariden und semi-ariden Gebieten. Das viersemestrige Masterstudium ist praxisorientiert und folgt einem nachhaltigen, integrativen Ansatz. Zielgruppe sind Bachelor-Absolventen technisch-naturwissenschaftlicher Studiengänge sowie junge berufstätige Ingenieure. Der Master in „Water Engineering“ wird vollständig akkreditiert sein und den Maßgaben des EU-Bolognaprozesses folgen. Der im Bau befindliche Campus erfüllt höchste Anforderungen eines hocheffektiven Studienstandortes.
Kontakt: Dr.-Ing. Mathias Ernst, TU Berlin, Innovationszentrum „Wasser in Ballungsräumen", Tel.: 030/314-25493, E-Mail:

Projekt: Weitergehende Oxidationsverfahren zur Abwasserwiederverwendung in Israel

In der Kläranlage Shafdan, Tel Aviv, wird das gereinigte Abwasser über eine künstliche Grundwasseranreicherung aufbereitet und später zur Bewässerung genutzt. Das bewährte Verfahren stößt hinsichtlich der Entfernung einzelner pharmazeutischer Substanzen jedoch an Grenzen. In einem von Bundesministerium für Bildung und Forschung und Ministry of Science and Technology, Israel, geförderten Projekt werden in Kooperation mit dem israelischen Wasserversorger „Mekorot“ und der Tel Aviv-Universität Untersuchungen zur Nachbehandlung des gereinigten Abwassers durchgeführt. Schwerpunkt ist dabei die Oxidation des Wassers mittels Ozon sowie anderer Oxidationsverfahren zur Entfernung von Spurenstoffen und zur Verbesserung der Infiltration.
Kontakt: Uwe Hübner, TU Berlin, Institut für Technischen Umweltschutz, Tel.: 030/314-28843, E-Mail:

Projekt Oxeram II

Das Projekt Oxeram II hat zum Ziel, eine kosten- und energieeffiziente weitergehende Abwasseraufbereitung mit zusätzlicher Phosphorentfernung und Desinfektion zu entwickeln. Eine vielversprechende Verfahrenskombination, welche die erforderliche Ablaufqualität sicherstellt, ist die Flockung als Vorbehandlung mit anschließender Ultrafiltration. Die Effektivität der Ultrafiltration ist jedoch stark vom „Fouling“ der Membran abhängig. Daher wird die Entfernung von „Fouling“ verursachenden Substanzen mit Hilfe einer vorgeschalteten Kombination aus Ozonung und Flockung untersucht. Hierbei kommen auch neue Analysemethoden zum Einsatz.
Kontakt: Manuel Godehardt, TU Berlin, Institut für Technischen Umweltschutz, Tel.: 030/314-25368, E-Mail:

Projekt: In-situ-Wasserkontrolle mit Raman-Spektroskopie

Mit dem auf der oberflächenverstärkten Raman-Streuung (SERS) basierenden Sensor können Schadstoffe in Süßwasser sowie Meerwasser in Echtzeit identifiziert und überwacht werden. Der SERS-Sensor, in dem ein speziell entwickelter 671 nm Mikrosystem-Diodenlaser oder ein 785 nm Diodenlaser integriert ist, eignet sich gut für die In-situ-Analyse von Schadstoffen wie beispielsweise polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAKs) im Wasser. Die Raman-Spektroskopie wurde dabei aufgrund ihrer „Fingerabdruck“-Eigenschaft der Spektren gewählt, die hilfreich bei der Identifizierung organischer Substanzen ist. Mit Hilfe der SERS-Technik kann die zur Spurenanalytik notwendige Empfindlichkeit erreicht werden. Der SERS-Sensor wurde bereits erfolgreich an ausgewählten Chemikalien getestet. Es ist geplant, die Anwendung auf weitere umweltrelevante Schadstoffe auszudehnen.
Kontakt: PD Dr. Heinz-Detlef Kronfeldt, Hossam Ahmad, TU Berlin, Institut für Optik und Atomare Physik, Tel.: 030/314-24808, -24021, E-Mail: ,

Projekt: COMPAS – Untersuchungen von Kleinkläranlagen

In ländlichen Gegenden stellen Kleinkläranlagen zur Behandlung von häuslichem Abwasser eine kostengünstige Lösung für die Abwasserentsorgung dar. Die technischen Lösungen solcher Systeme reichen von Pflanzenkläranlagen über Schilfrohrfilter bis zu Belebungsanlagen. Aber es sind nur wenige Informationen der unterschiedlichen Kleinkläranlagentypen im realen Betrieb verfügbar. Um diese Lücke zu schließen, wurden über eine Dauer von vierzehn Monaten nebeneinander zwölf unterschiedliche Systeme unter realen Betriebsbedingungen hinsichtlich der Leistungsmerkmale Reinigungsleistung, Ablaufwerte, Betriebsaufwand, Schlammbehandlung und Energieverbrauch verglichen und bewertet.
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. M. Barjenbruch, TU Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Tel.: 030/314-72246, E-Mail:

Projekt: Co-Vergärung von Fettabscheiderinhalten auf dem Klärwerk Waßmannsdorf

Kläranlagen mit freier Faulraumkapazität können durch die Mitvergärung kohlenstoffreicher Co-Substrate den Energiegewinn aus der Faulung deutlich steigern. Der entstehende Schlamm wird mit dem Ziel der Stabilisierung und Energiegewinnung mesophil behandelt. Vier Faulbehälter sind zweistraßig in einer Kaskadenfaulung zusammengeschlossen. Von Mitte 2008 bis Ende 2010 wurde in einem gemeinsamen Forschungsprojekt des TU-Fachgebietes Siedlungswasserwirtschaft und der Berliner Wasserbetriebe ein Faulbehälter der 2. Kaskade zusätzlich mit Fettabscheider-inhalten beschickt. In dem Versuchsbetrieb wurden normale Fettab-scheiderinhalte sowie konzentrierte Fettabscheiderinhalte als Co-Substrat getestet und die Auswirkungen auf die Steigerung der Gasproduktion, die Rückbelastung der Kläranlage sowie der Verbrauch an Flockungshilfsmitteln bei der Klärschlammeindickung untersucht.
Kontakt: Dipl.-Ing. Alexander Wriege-Bechtold, TU Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Tel.: 030/314-72209, E-Mail:

Projekt: Reduzierung des Frachteintrags aus Mischwasserentlastungen

In einem von der EU und dem Land Berlin geförderten Forschungsprojekt wurden drei verschiedene Technologien untersucht (Fuzzy Filter®, Mikroflotation, Tuchfiltration mit Polstoffen). Um künftig den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Berlin gerecht werden zu können, müssen die in Gewässer eingeleiteten Frachten an suspendierten und organischen Stoffen sowie Nährstoffen (Phosphor) reduziert werden. Alle drei Technologien erreichten ausgesprochen gute Eliminierungsraten bezüglich der genannten Parameter und scheinen prinzipiell für eine weitergehende Mischwasserreinigung in urbanen Räumen geeignet zu sein.
Kontakt: Dr.-Ing. Kathrin Gantner, TU Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Tel.: 030/314-72249, E-Mail:

Projekt: Klimafreundliche Energieproduktion auf anaeroben, naturnahen Kläranlagen im ländlichen Raum (KLEA)

Im Projekt soll eine klimafreundliche Pilotanlage als marktreife standardisierte Systemkombination aus anaerober und aerober Technologie entworfen, erbaut und erprobt werden, um auf Kläranlagen im ländlichen Raum sowohl das Abwasser weitestgehend zu reinigen als auch die derzeit entstehenden Klimagase und den erhöhten Energiebedarf zu minimieren. Das gereinigte Abwasser kann als Ressource mit angepassten Nährstoffgehalten genutzt werden. Das produzierte Biogas kann verstromt und ins Netz eingespeist oder lokal verwertet werden. Die dabei entstehende Abwärme soll bei der Anpassung der Temperatur des Abwassers an die Bedingungen der Bakterien verwertet werden.
Kontakt: Dipl.-Ing. Sinan Ünligil, TU Berlin, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Tel.: 030/314-72210, E-Mail:

Projekt: Das Fachgebiet Fluidsystemdynamik der TU Berlin

Das Fachgebiet Fluidsystemdynamik beschäftigt sich mit strömungstechnischen Fragestellungen im Maschinenbau. Neben der Klärung von detaillierten Zusammenhängen meist strömungstechnischer Phänomene besteht zudem ein besonderer Ansatz in der Einbeziehung der Gesamtfluidsysteme und der Wechselwirkungen zwischen den Komponenten. Hier werden über mechatronische und numerische Ansätze entscheidende Optimierungsschritte erwartet. Die Schwerpunkte der Forschung im Bereich der Wasser- und Abwassertechnik konzentrieren sich auf: Untersuchung und Entwurf von Strömungsmaschinen; Optimierung von Fluidsystemen; Wasser- und Abwassersysteme; Diagnosesysteme für Fluidsysteme und Optimierung komplexer Pumpsysteme.
Kontakt: Dipl.-Ing. Frank Neuer, TU Berlin, Fachgebiet Fluidsystemdynamik, Tel.: 030/314-24023, E-Mail: , Internet: www.fsd.tu-berlin.de

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Angelika Baron
TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing
Tel.: 030/4472-0244

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