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Systeme, die im Gleichtakt schwingen

Donnerstag, 21. April 2011

Medieninformation Nr. 117/2011

Kolloquium zum Auftakt des Physik-Sonderforschungsbereichs 910 "Kontrolle selbstorganisierender nichtlinearer Systeme" an der TU Berlin

Eine Festveranstaltung gibt am 28. April 2011 den offiziellen Startschuss für den neuen im November 2010 bewilligten Sonderforschungsbereich 910 „Kontrolle selbstorganisierender nichtlinearer Systeme: Theoretische Methoden und Anwendungskonzepte“, der 14 Teilprojekte aus drei Berliner Universitäten und drei außeruniversitären Forschungseinrichtungen unter der Sprecherschaft von TU-Professor Dr. Eckehard Schöll, Ph. D. vom Institut für Theoretische Physik vereint und der mit einem Gesamtvolumen von 22 Millionen Euro über 12 Jahre geplant ist.

Der Gastvortrag wird von Prof. Dr. Edward Ott von der University of Maryland, College Park, USA, gehalten: „Synchronism in Large Networks of Oscillators: An Emergent Behavior of Complex Systems“. Wieso blinken Schwärme von Feuerfliegen im gleichen Rhythmus, gibt die innere Uhr von Tieren einen regelmäßigen Tag/Nacht-Rhythmus vor? Wer steuert den Herzschlag im Gleichtakt oder Fußgänger, die über eine Brücke gehen? Wie organisieren sich die gleichförmigen Schwingungen gekoppelter Laser oder die von schäumenden Flüssigkeiten? Solche und andere Systeme aus ganz unterschiedlichen Bereichen werden vielfach als große Netzwerke aus vielen gekoppelten schwingungsfähigen Elementen modelliert. Edward Ott demonstriert in seinem Vortrag eine kürzlich entwickelte, sehr allgemeine Technik, die solche Modelle zur Beschreibung der Langzeitdynamik vereinfacht. Professor Edward Ott ist einer der Pioniere der Kontrolle nichtlinearer Systeme. Seine bahnbrechenden Arbeiten zur Chaoskontrolle sind weltweit viele Tausend Mal zitiert worden.

Zeit:
am Donnerstag, 28. April 2011, 17 Uhr
Ort:
TU Berlin, Hardenbergstraße 36, Eugene-Paul-Wigner-Gebäude, Hörsaal EW 201, 10623 Berlin

Journalisten sind herzlich eingeladen

Der Sfb 910: "Kontrolle selbstorganisierender nichtlinearer Systeme: Theoretische Methoden und Anwendungskonzepte"

Der Sfb wird während der ersten Förderperiode von vier Jahren mit rund sieben Millionen Euro Drittmitteln von der DFG ausgestattet. Geplant ist eine Gesamtlaufzeit von zwölf Jahren in drei Förderperioden mit einem Gesamtfördervolumen von mehr als 22 Millionen Euro. Der Sfb ist theoretisch-methodisch orientiert und hat seinen Schwerpunkt in der Entwicklung neuartiger theoretischer Konzepte. Die mögliche Anwendungspalette der Kontrolle nichtlinearer Systeme ist breit und umfasst zum Beispiel Halbleiterquantenstrukturen, weiche Materie im Nichtgleichgewicht, wie Kolloidsysteme und aktive Biomembranen, und neuronale Systeme und Netzwerke. Entsprechend groß ist auch die Themenvielfalt, an der die 17 Arbeitsgruppen des Sfb 910 zusammenarbeiten. Sie forschen in 14 verschiedenen Teilprojekten, die untereinander vielfältig vernetzt sind. Innerhalb des Sonderforschungsbereiches gliedern sich die Forschungsthemen in zwei Projektbereiche:

  • Projektbereich A: Theoretische Methoden
    Der Bereich A beschäftigt sich mit grundlegenden theoretischen Untersuchungen selbstorganisierender nichtlinearer Systeme und Prozesse sowie der Entwicklung von neuartigen Strategien zur erfolgreichen Kontrolle derselben. Durch seine interdisziplinäre Zusammensetzung wird hier Expertise aus den Forschungsgebieten Theoretische Physik, Mathematik und Numerik sowie Neuroinformatik gebündelt.

  • Projektbereich B: Anwendungskonzepte
    Projektbereich B konzentriert sich auf die Anwendung der in Bereich A entwickelten Kontrollprinzipien auf beispielhaft ausgewählte innovative Modellsysteme mit einer großen Bandbreite unterschiedlicher Zeit- und Raumskalen. Die Modellsysteme stammen aus der Physik, Chemie und Biologie.

Die meisten Teilprojekte sind in der Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften der TU Berlin angesiedelt. Unter anderem sind alle sechs Fachgebiete des Instituts für Theoretische Physik beteiligt sowie drei Arbeitsgruppen des Instituts für Mathematik, eine Arbeitsgruppe des Instituts für Softwaretechnik und Theoretische Informatik der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin sowie je eine Arbeitsgruppe der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und des Weierstraß-Instituts für Angewandte Analysis und Stochastik.

4.220 Zeichen / pp

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Eckehard Schöll
Sprecher des Sonderforschungsbereichs
Technische Universität Berlin
Institut für Theoretische Physik
Tel.: 314-23500

www.itp.tu-berlin.de/sfb910

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