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TU Berlin

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Flugsicherheit in Afghanistan

Freitag, 08. April 2011

Medieninformation Nr. 106/2011

TU-Professor untersucht Schwachstellen in der Flugsicherheit Afghanistans

In Afghanistan sind Flüge in EU-Länder derzeit untersagt, da die Sicherheit laut Expertenmeinung nicht gewährleistet sei. Unter Leitung des TU-Professors Elmar Giemulla wurde ein Projekt zur Identifizierung der Schwachstellen vor Ort eingerichtet.

Das afghanische Verkehrsministerium hat zusammen mit dem Auswärtigen Amt Deutschlands ein Projekt zur Überprüfung der Sicherheit des afghanischen Flugbetriebes ins Leben gerufen. Es sollen Schwachstellen bei der afghanischen Luftfahrtbehörde, bei den afghanischen Luftverkehrsgesellschaften und bei den größten internationalen Flughäfen des Landes in Kabul, Kandahar und Herat in Abstimmung mit der Europäischen Union identifiziert werden. Grund dafür ist, dass die Europäische Luftsicherheitsbehörde EASA allen vier afghanischen Luftverkehrsgesellschaften aus Sicherheitsgründen Flüge in EU-Länder untersagt hat.

Die Federführung des Projekts liegt bei Prof. Dr. jur. Elmar Giemulla, Honorarprofessor für Luftrecht am Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr an der TU Berlin von Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hüttig, der ebenfalls an diesem Projekt mitwirkt. Expertinnen und Experten, beispielsweise aus dem Luftfahrtbundesamt, und erfahrene Auditoren im Luftfahrtsektor unterstützen das Projekt, das in Kabul beim Transportministerium (Ministry of Transports and Civil Aviation) seinen Sitz hat.

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wird ein „Corrective Action Plan“ entwickelt, dessen schrittweise Umsetzung bald die Wiederaufnahme des Luftverkehrs in die EU-Staaten ermöglichen soll. „Ein funktionierendes Luftverkehrssystem, insbesondere auch die internationale Anbindung Afghanistans, ist essentiell für den Aufbau des Landes“, sagt Projektleiter Elmar Giemulla.

Weitergehende unterstützende Maßnahmen wie der Aufbau einer afghanischen Luftfahrtakademie mit einem Budgetvolumen von rund 27 Millionen Euro sind in die Vorbereitungsphase gegangen. Außerdem besteht Kontakt zur größten Universität des Landes, der Kabul University, um gegebenenfalls dort bei der Einrichtung eines Masterstudiengangs Luftfahrt zu unterstützen.

jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. jur. Elmar Giemulla
Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr
TU Berlin
Tel.: 030/22679-300

www.ff.tu-berlin.de

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