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TU Berlin

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Beschleuniger des Fortschritts

Donnerstag, 26. November 2009

Medieninformation Nr. 302/2009

Kurzfilm über Exzellenzcluster „UniCat“ online

Von der Energieversorgung mit Biowasserstoff bis hin zu neuen Wirkstoffen für Biotechnologie, Chemie und Pharmazie – die Katalyse spielt in vielen Bereichen eine zunehmend wichtige Rolle. Mehr als 250 Forscher aus vier Universitäten arbeiten zusammen im Exzellenzcluster „Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat), einem interdisziplinären Forschungsverbund, um neue Standards in der Katalyse zu setzen. Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist nun ein Kurzfilm erschienen, der die drei Hauptforschungsziele des Clusters einer breiten Öffentlichkeit nahe bringen will.

Der Exzellenzcluster, dessen Sprecher TU-Professor Matthias Driess ist,  befasst sich mit der Erzeugung von Biowasserstoff aus Cyano-Bakterien, mit der Entwicklung neuer Formen von Antibiotika durch Katalyse, und mit Forschungen zur besseren Verwendung von Erdgas.

Bei der Erdölförderung fallen Milliarden Kubikmeter von Erdgas an. Da es noch kein Verfahren zu seiner sinnvollen Nutzung gibt, wird es oft einfach abgefackelt. Doch Erdgas besteht zu 98 Prozent aus Methan, das zur Herstellung anderer chemischer Produkte dienen könnte. Prof. Dr. Reinhard Schomäcker (TU Berlin) hofft, durch die Katalyse eine Lösung für dieses Problem zu finden. Er  will aus Methan Ethylen herstellen. Ethylen ist ein kostbarer Ausgangsstoff für die Industrie, zum Beispiel für Folien und Verpackungen aus Polyethylen.

„Wir wollen verstehen, welche Eigenschaften ein Katalysator haben muss, um die einzelnen Methanmoleküle zu kleinen Ketten von Kohlenwasserstoffen zusammenzufügen“, erklärt Schomäcker. In einer Mini-Plant-Anlage untersuchen der Forscher und seine Kollegen, wie die oxidative Kupplung von Methan später in einen industriellen Maßstab überführt werden kann.

Neben der besseren Nutzung von fossilen Brennstoffen befasst sich UniCat auch mit neuen Energiequellen. Prof. Dr. Bärbel Friedrich und ihr Team (HU Berlin) versuchen, mit Hilfe von Cyano-Bakterien Protonen und Elektronen aus der Photosynthese-Spaltung von Wasser wieder zusammenzuführen. Damit könnten sie Wasserstoff herstellen, der als neue, umweltfreundliche Energiequelle dienen könnte.

Ein dritter Forschungsbereich beschäftigt sich mit Bakterien und Pilzen, die mit Hilfe von biologischen Katalysatoren Naturstoffe produzieren. Diese besitzen antibakterielle, antivirale oder Anti-Tumor-Wirkung. Prof. Dr. Roderich Süssmuth (TU Berlin) untersucht den Aufbau dieser meist hochkomplexen Moleküle. „Das Verständnis der Biosynthese auf molekularer Ebene ermöglicht uns die Manipulation der Biokatalysatoren und das Design von neuen Wirkstoffen“, erläutert er das Ziel seiner Arbeit.

Um die Herausforderungen der Katalyse-Forschung zu bewältigen, ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen äußerst wichtig. Im Exzellenzcluster UniCat arbeiten Forscherinnen und Forscher aus der klassischen Chemie über  Mikrobiologie und Ingenieurwissenschaften bis hin zur Informations-Technologie zusammen. Und auch für zukünftige Aufgaben ist der Cluster gewappnet: An der Graduiertenschule BIG-NSE sollen  talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt in interdisziplinären Programmen darauf vorbereitet werden, die chemische Forschung weiter voran zu bringen.

Der Kurzfilm wurde im Auftrag der DFG von der Medienproduktionsfirma aca-de-media gedreht und ist auf der offiziellen Internetseite über die deutsche Exzellenzinitiative sowie auf den Seiten des Exzellenzclusters zu finden:

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Martin Penno
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Exzellenzcluster Unifying Concepts in Catalysis (UniCat)
Technische Universität Berlin
Institut für Chemie
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Tel.: 030 / 314-28592

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