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TU Berlin

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Gehirn-Computer-Wahrnehmung: Wie passt das zusammen?

Dienstag, 17. November 2009

Medieninformation Nr. 290/2009

Schülerinnen-Uni der TU Berlin geht in die vierte Runde / Nächste Vorlesung mit Prof. Dr. Klaus-Robert Müller und Prof. Dr. Felix Wichmann am 25. November 2009

Am 25. November 2009 finden die nächsten beiden Vorträge der vierten Schülerinnen-Uni zu den Themen: „Gehirn-Computer-Schnittstellen“ und „Das Sehen verstehen – Geist und Gehirn“ statt. Referenten werden Prof. Dr. Klaus-Robert Müller und Prof. Dr. Felix Wichmann sein. Schülerinnen sind herzlich dazu eingeladen.

Kontroverse Gespräche zur Technik der Zukunft: Professorinnen und Professoren berichten über aktuelle Forschungsergebnisse und diskutieren im Anschluss mit den Schülerinnen und Schülern. Mit den Vorträgen sollen insbesondere Schülerinnen für technik- und informatiknahe Themen interessiert werden, auch Schüler sind jedoch jederzeit herzlich willkommen.

Schülerinnen von Berliner und Brandenburger Oberschulen der Klassen 10 bis 13 sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich:

Schülerinnen-Uni der TU Berlin
Zeit:
Mittwoch, den 25. November 2009, 17.00–19.00 Uhr 
Ort:
Lise-Meitner-Oberschule, Rudower Str. 184, 12351 Berlin 

Wir möchten Sie bitten, in Ihrem Medium auf die Veranstaltung hinzuweisen.

1. Vorlesung: Gehirn-Computer-Schnittstellen

Prof. Dr. Klaus-Robert Müller leitet das Fachgebiet „Maschinelles Lernen“ an der Fakultät IV für Informatik und Elektrotechnik der TU Berlin.

Den eigenen Computer ohne Joystick, sondern alleine mit der Kraft der Gedanken steuern – noch klingt das wie Zukunftsmusik, vielleicht aber nicht mehr lange, denn bereits heute können einfache Anwendungen auf diese Weise bedient werden.
Wie die Verbindung zwischen Gehirn und Computer funktioniert, wird zurzeit von einer Projektgruppe erforscht. Einblick in den aktuellen Stand der Forschung gibt Professor Dr. Klaus-Robert Müller in seiner Vorlesung „Gehirn-Computer-Schnittstellen“.

Die Vorlesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der TU Berlin und des Fraunhofer Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST), Arbeitsgruppe Intelligente Datenanalyse. Bereits seit einigen Jahren arbeiten Forschungsgruppen aus Neurologen und Informatikern in Europa und den USA an Systemen, die einen direkten Dialog zwischen Mensch und Maschine ermöglichen sollen. Hierzu wird eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Rechner entwickelt, das so genannte Brain-Computer Interface (BCI). An der Kopfhaut angebrachte Elektroden messen die hirnelektrischen Signale. Diese werden verstärkt und an den Computer übermittelt, der die Gehirnsignale in technische Steuerungssignale umwandelt. Das Funktionsprinzip des BCI basiert darauf, dass die Hirnaktivität bereits die rein gedankliche Vorstellung eines Verhaltens widerspiegelt, zum Beispiel die Vorstellung, eine Hand oder einen Fuß zu bewegen. Das BCI erkennt die damit korrelierenden Veränderungen des Hirnstrombildes und nutzt sie. Auf diese Weise können Geräte gesteuert werden, die an einen Computer angeschlossen sind. Gefördert wird das Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit verbunden ist das Ziel, einerseits Systeme für den rechnergestützten Arbeitsplatz zu entwickeln, die es beispielsweise ermöglichen, einen Cursor per Gehirnwellen zu steuern. Andererseits geht es darum, medizinische Werkzeuge für Patienten zu entwickeln, die von Muskelschwund betroffen oder querschnittsgelähmt sind. Die Untersuchungen der Hirnströme werden gemeinsam von Fraunhofer FIRST, Arbeitsgruppe Intelligente Datenanalyse, unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus-Robert Müller und der Arbeitsgruppe Neurophysik, Klinik für Neurologie am Campus Benjamin Franklin der Charité – Universitätsmedizin Berlin, unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriel Curio durchgeführt.

2. Vorlesung: Das Sehen verstehen – Geist und Gehirn

Prof. Dr. Felix Wichmann leitet das Fachgebiet "Modellierung kognitiver Prozesse" an der Fakultät IV für Informatik und Elektrotechnik der TU Berlin.

Das Sehen erscheint einfach und „gegeben“: Augen auf, schon erkennen wir Farben, Objekte, Freunde und Landschaften. In dem Vortrag soll gezeigt werden, dass die visuelle Wahrnehmung kein akkurates „inneres Bild“ der physikalischen Welt erzeugt: Farben zum Beispiel existieren ausschließlich in unserem Kopf, sie sind überhaupt nicht Teil der physikalischen Welt. Wir können primär deshalb sehen, um handeln zu können - genau aus diesem Grund sehen wir die Welt eben nicht exakt so, wie ein physikalisches Instrument messen würde.

Zudem sehen wir nicht einfach die Welt, sondern wir „errechnen“ uns ein inneres Bild – eine Hypothese über den Zustand der Welt – aus den Daten, die unsere Augen dem Gehirn liefern. Das Sehen verstehen hat also nicht nur mit der Hardware zu tun, dem Gehirn, sondern auch mit der Software, mit den Algorithmen, das heißt Rechenschritten und -anweisungen, die die Daten (die Verteilung des Lichts auf unseren Augen) in Farben, Objekte, Freunde und Landschaften verwandelt.

Ein umfassendes Verständnis des Sehens erfordert deswegen die Zusammenarbeit vieler Disziplinen, von Psychologie zur Neurophysiology, von der Biologie zur Physik. Aber eben auch ganz wichtig: die Informatik.

Um Anmeldung per E-Mail an wird gebeten. Einsendung von Fragen bitte auch an diese Mailadresse. Die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Termine, Themen und Referenten unter:
www.eecs.tu-berlin.de/schulportal/v-menue/angebote/schuelerinnen-uni/

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Karin Fröhlich
Technische Universität Berlin
Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik
GET-IT! [Girls, Education, Technology]
Tel.: 030/314-73191 und 314-25491
Fax: -21739

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