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TU Berlin

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125 Jahre Hauptgebäude der TU Berlin

Montag, 09. November 2009

Medieninformation Nr. 278/2009

Einladung zum Presserundgang und zur Ausstellungseröffnung am 13. November 2009

Am 13. November 2009 begeht die TU Berlin das 125-jährige Jubiläum ihres Hauptgebäudes an der Straße des 17. Juni mit einer Ausstellungseröffnung. Die Präsentation "125 Jahre Hauptgebäude der TU Berlin – Spannung zwischen Tradition und Nachkriegsmoderne", initiiert durch den TU-Abteilungsleiter für Bau- und Dienstemanagement Hans-Joachim Rieseberg, vermittelt einen Überblick über die Baugeschichte des Wissenschaftshauses in Charlottenburg. Die Ausstellung rückt neben der Historie vor allem die Zeit zwischen 1946 bis 2010 in den Fokus. So umfasst die Schau drei wichtige Phasen: den Wiederaufbau nach 1946, den Neubau der Nordfassade in den sechziger Jahren und die jüngsten Modernisierungen. Das Ausstellungsdesign wurde von Burkhard Lüdtke, Leiter der TU-Modellbauabteilung, und Annette Maria Müller entwickelt. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Universitätsverlag der TU Berlin. Außerdem wird es eine 30-minütige Dokumentation von Gunther Gude, Claudia Karstedt und Thomas Worm zur Geschichte und zum Umbau des Gebäudes geben. Die umfangreichen baulichen Veränderungen der vergangenen fünf Jahre wurden dafür in einer Langzeitbeobachtung festgehalten. Mit der Ausstellung reiht sich die TU Berlin in das Veranstaltungsprogramm für das Berliner "Wissenschaftsjahr 2010" ein.

Wir möchten Sie zu einem Presserundgang und der Ausstellungseröffnung herzlich einladen:

Presserundgang:
Zeit:
Freitag, 13. November 2009, 14.00 Uhr
Ort:
TU Berlin,
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin,
(Nähe U-Bahnhof "Ernst-Reuter-Platz"),
Hauptgebäude, Lichthof, Treffpunkt: Nike
Ausstellungseröffnung:
Ort:

TU Berlin, Straße des 17. Juni 135 – Hauptgebäude – Lichthof
10623 Berlin
(Nähe U-Bahnhof "Ernst-Reuter-Platz")
Ausstellungseröffnung:
Freitag, 13.11.2009, 17.00 Uhr
Öffnungszeiten:
bis 13.12.2009, täglich 10.00 bis 20.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Historische Fotos und Pressefotos:

Wir bitten um Anmeldung bis 12.11.2009:

per Fax: 030/314-23909 oder per E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de
siehe Anmeldeformular

Hintergrund: Ein Wissenschaftshaus mit Spannung – Architektur im Spiegel der Geschichte

Der Blick in die Geschichte zeigt, welche erstaunliche Metamorphose diese Immobilie vollzogen hat. Betrachtet man heute ihre Fassade zur Straße des 17. Juni hin, so erscheint sie als ein Bau der architektonischen Moderne: sachlich, funktional, kühl. Doch die Geschichte hat sich tief in dieses Gebäude eingeschrieben.

Einst, 1884, wurde es als "Palast der technischen Wissenschaften" feierlich eingeweiht. Nach dem Kölner Dom war es das größte Gebäude Preußens. Im Stil der italienischen Renaissance mit monumentalem Mittelpavillon errichtet, spiegelt es symbolisch den Aufbruch ins technische Zeitalter. 1899 verleiht der Kaiser im luxuriösen Lichthof den technischen Hochschulen in Preußen als ersten derartigen Bildungseinrichtungen im Deutschen Reich das Promotionsrecht. Die Gleichstellung mit den geisteswissenschaftlichen Universitäten ist damit vollendet.

Doch die Technische Hochschule lässt sich in die Weltherrschaftspolitik des Reiches einbinden. Im Jahr 1939 ist das Gebäude in die Speersche Ost-West-Achse integriert und wird Kulisse für Hitlers Militärparaden. Bald kehrt sich die Gewalt gegen die geistige Waffenschmiede, von der sie einst ausging. Im Mai 1945 liegt das Haus in Trümmern. Es ist das Ende der Technischen Hochschule.

Die englische Besatzungsmacht gründet sie im April 1946 als Technische Universität neu und verpflichtet Lehrende und Lernende zu humanistischen Studien. Die Not der Zeit diktierte die Art des Wiederaufbaus. Bis 1953 werden Teile des Gebäudes im historischen Gewand wieder errichtet. Aber es ist keine bloße Restaurierung. Die zeitgenössische Moderne findet Einzug in Bautechnik und Design. Was aber wird mit der Nordfassade? Sie ist der Ort, wo sich der Bruch mit der Vergangenheit radikal architektonisch vollzieht.

Seit 1968 verdeckt ein mehrgeschossiger Neubau den Altbau. Das neue Foyer ist ebenerdig, demokratisch und ohne Verweise auf Hierarchien und Statussymbole. Eine rote Wand verschließt den Blick ins Innere des Altbaus. Moderne und Traditionen stehen kontrastreich gegeneinander. Seit 2000 wird der historische Gebäudeteil behutsam erneuert. Die trennende Foyer-Wand soll transparent werden, Durchbrüche eröffnen den Blick in den Lichthof. Mehr Licht und Farbe werden die Eingangshalle erhellen.

Bitte beachten Sie auch die Ausstellung: "125 Jahre Wissen im Zentrum – die Universitätsbibliothek der TU Berlin"

Die Ausstellung in der Universitätsbibliothek in der Fasanenstraße in Charlottenburg schlägt den Bogen von den Anfängen der Bibliothek mit beeindruckendem Lesesaal und dem Bibliothekar als "Herr der Kataloge" bis zu den digitalen Angeboten der Gegenwart, den Web 2.0-Services, elektronischen Büchern, Datenbanken und Zeitschriften. Sie ist noch bis 30. Januar 2010 geöffnet. Informationen unter: www.tu-berlin.de/?id=70978

Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrem Medium auf beide Ausstellungen hinweisen könnten. Vielen Dank!

stt

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Stefanie Terp
Referat für Presse und Information der TU Berlin
Tel.: 030/314-23922

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