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„Mit dem Kopftuch außen vor?“

Montag, 18. Mai 2009

Medieninformation Nr. 113/2009

Welchen Raum sollen und dürfen religiöse Symbole zukünftig im säkularen Deutschland einnehmen? – Einladung zur öffentlichen Diskussion

Im Rahmen des Seminars „Migration und Integration im Vergleich (Deutschland – Frankreich)", das in diesem Sommersemester von Prof. Dr. Mechtild Gilzmer durchgeführt wird, veranstaltet das Fachgebiet Französische Philologie der Technischen Universität Berlin am 25. Mai eine Diskussion zwischen der Rechtsanwältin und Schriftstellerin Seyran Ateş und Eren Ünsal, der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle der Senatsverwaltung Berlin für Integration, Arbeit und Soziales. Ausgangspunkt der Diskussion wird die im August 2008 von der Antidiskriminierungsstelle herausgegebene Broschüre „Mit dem Kopftuch außen vor?“ sein.

Öffentliche Diskussion: "Mit dem Kopftuch außen vor?"
Zeit:
Montag, dem 25. Mai 2009, 18.00 Uhr 
Ort:
Raum H 1035, Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin (Nähe U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz) 

Seit längerer Zeit wird in Deutschland wie in anderen europäischen Einwanderungsgesellschaften die Vereinbarkeit von religiöser Glaubensfreiheit und demokratischer, rechtsstaatlicher Neutralität kontrovers diskutiert. Dabei spielt die Debatte über die Zulässigkeit des Kopftuchtragens in öffentlich-staatlichen Institutionen eine zentrale Rolle. Obwohl die Praxis der weiblichen Verschleierung im Widerspruch zu den demokratischen Grundwerten, wie der Gleichberechtigung von Mann und Frau und der Trennung von Staat und Kirche steht, werden Stimmen laut, die das Kopftuchverbot als Diskriminierung von muslimischen Frauen in christlich geprägten Gesellschaften umdeuten. Mit den Schlagworten „neuer islamischer Feminismus“ und „Emanzipation der Musliminnen“ wird das „freiwillige“ Kopftuchtragen nunmehr als Zeichen religiöser und kultureller Identität gedeutet. Die Juristin Seyran Ateş, Autorin des Essays „Der Multikulti-Irrtum. Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können“ (2008), und Eren Ünsal, ehemalige Bundesgeschäftsführerin der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) und derzeitige Leiterin der Antidiskriminierungsstelle der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, werden ihre jeweiligen Positionen zur Symbolik und Deutung des Kopftuchtragens erläutern.

Gemeinsam mit der Zentralen Frauenbeauftragten der TU Berlin, Heidi Degethoff de Campos und Prof. Dr. Mechtild Gilzmer lädt das Fachgebiet Französische Philologie zu dieser Veranstaltung, die sich als Beitrag zur Diskussion über die zukünftige Form des Zusammenlebens in einer durch Migration veränderten Gesellschaft versteht, ein.

Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrem Medium auf diesen Termin hinweisen könnten. Außerdem laden wir alle interessierten Journalisten herzlich zu der Diskussion ein. Bitte melden Sie sich an unter Tel.: 030/314-28340 und 030/314-29672.

stt

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Katrin Funke
Technische Universität Berlin
Fachgebiet Französische Philologie
Institut für Literaturwissenschaft
Tel.: 030/314-28340 und 030/314-29672

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