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TU Berlin

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Bahnbrechende Chemiearbeit mit dem ersten Preis ausgezeichnet

Freitag, 03. Juli 2009

Medieninformation Nr. 170/2009

TU Berlin vergibt Clara-von-Simson-Preis an vier junge Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen

Mit experimentellen Untersuchungen zum Einfluss carboxy-terminaler Mutationen auf die Funktion der Na+/K+-ATPase hat sich TU-Absolventin Susan Meier in ihrer Diplomarbeit beschäftigt und wird für diese innovative Arbeit mit dem Clara-von-Simson-Preis ausgezeichnet, der zum dritten Mal an der TU Berlin vergeben wird.

Den in diesem Jahr mit 6.000 Euro dotierten Preis stiftet die TU Berlin, um Frauen für eine wissenschaftliche Karriere zu motivieren. Ausgezeichnet werden innovative Studienabschlussarbeiten von Studentinnen der natur- oder technikwissenschaftlichen Fächer, verbunden mit einer Orientierung auf eine wissenschaftliche Karriere. Mit der Auszeichnung und dem Preisgeld soll dafür ein deutlicher Anreiz gesetzt werden.

Vergeben wird der Preis im Rahmen einer feierlichen Übergabe mit anschließendem Empfang durch TU-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen:

Preisverleihung
Zeit:
am Freitag, dem 10. Juli 2009, um 16.00 Uhr 
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005

Zu den Preisträgerinnen

1. Preis (Dotierung: 2.500 Euro) für Dipl.-Chem. Susan Meier

„Untersuchungen zum Einfluss carboxy-terminaler Mutationen auf die Funktion der Na+/K+-ATPase“ ist der Titel der Diplomarbeit von Susan Meier, die das Fach Biophysikalische Chemie an der TU Berlin studiert hat. Die Arbeit beschäftigt sich mit der „Na+/K+-ATPase“, dieses Enzym ist ein membrandurchspannendes Protein, das den aktiven Transport von Kalium-Ionen in die Zelle und Natrium-Ionen aus der Zelle durchführt. Obwohl es seit über 50 Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen ist, konnte ein tieferes mechanistisches Verständnis für die wichtigen Struktur-Funktions-Beziehungen erst mit der Aufklärung der Struktur mittels Röntgendiffrationskristallographie erreicht werden, wobei selbst dann noch wichtige Fragen zur Bedeutung einzelner Bereiche des Proteins nicht hinreichend befriedigend zu beantworten waren. Um dieses Ziel zu erreichen, war der Einsatz komplementärer Methoden erforderlich. Susan Meier stellte sich dieser äußerst anspruchsvollen, interdisziplinären Aufgabe, die den Einsatz verschiedener Methoden aus der Molekularbiologie und der Elektrophysiologie erforderte.  Die ausgezeichnete Arbeit entstand am Fachgebiet Biophysikalische Chemie und wurde von Prof. Dr. Thomas Friedrich betreut.

Ebenso beeindruckend ist das uneigennützige gesellschaftliche Engagement der Ausgezeichneten. In ihrer Freizeit unterstützt sie Behinderte und Benachteiligte. Susan Meier, Jahrgang 1983, ist seit März 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Bioenergetik.

2. Preis (Dotierung 1.500 Euro) an Julia Seebode, M. A.

Julia Seebode studierte Kommunikationswissenschaften und Physik an der TU Berlin und beschäftigte sich in ihrer Magisterarbeit mit der „Evaluation und Weiterentwicklung eines multimodalen Rauminformationssystems“. Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie das in den T-Labs gegenwärtig genutzte System „AP-Map“ weiterentwickelt und evaluiert. Dieses System dient zur optimalen Nutzung von Räumen und zur Suche nach Personen. Von Julia Seebode wurde es um eine Bildverarbeitungskomponente erweitert, die die Zuwendung von Personen zu dem System detektieren kann. Neben der technischen Weiterentwicklung des Systems hat sie dieses multimodale System umfangreichen Gebrauchstauglichkeitstests unterzogen.  Die prämierte Arbeit betreute Prof. Dr. Walter F. Sendlmeier vom Fachgebiet Kommunikationswissenschaft.

Frau Seebode ist Absolventin des Femtec.Network Careerbuilding-Programms. Seit April 2009 ist sie Lehrbeauftragte am Institut für Sprache und Kommunikation, Fachgebiet Kommunikationswissenschaften.

3. Preis (Dotierung 1.000 Euro) an Dipl.-Chem. Peggy Heunemann

Peggy Heunemann fertigte ihre Diplomarbeit mit dem Titel „Bildung und Stabilisierung von Miniemulsionen mit Hilfe der Methode der Phaseninversionskonzentration (PIC)“ am Fachgebiet Physikalische Chemie / Molekulare Materialwissenschaften im TU-Institut für Chemie an. In ihrer Arbeit hat sie sich mit der physikalisch-chemischen Charakterisierung von Miniemulsionen und deren Bildungsprozess durch einfaches Verdünnen auf die Suche eines tensidhaltigen Öls mit Wasser befasst. Miniemulsionen sind für eine Vielzahl praxisrelevanter Formulierungen in Kosmetik, Pharmazie etc. von großer Bedeutung. Bei der von Peggy Heunemann verwendeten Methode der Phaseninversionskonzentration (PIC) handelt es sich um ein relativ neues Verfahren, das sich durch besondere Einfachheit und niedrigen Energieverbrauch auszeichnet. Betreut wurde Peggy Heunemann von Prof. Dr. Michael Gradzielski.

Peggy Heunemann, geboren 1982, absolvierte zunächst eine Ausbildung als „Staatlich Geprüfte Physikalisch-Technische Assistentin“, bevor sie an der TU Berlin Chemie studierte. Peggy Heunemann war auch hochschulpolitisch aktiv, u. a. in der Strukturkommission der TU Berlin. Gegenwärtig ist sie Doktorandin am Institut Laue Langewin in Grenoble.

3. Preis (Dotierung 1.000 Euro) an Dipl.-Math. Elisabeth Günther

Elisabeth Günther schrieb ihre Diplomarbeit mit dem Titel „Bin Scheduling: Partitionieren verformbarer Jobs mit Nebenbedingungen“ in der Arbeitsgruppe im TU-Institut für Mathematik. Die Arbeit behandelt ein neues Optimierungsproblem aus dem Themengebiet Scheduling, das Bin Scheduling Problem. Dabei soll die Erledigung von Arbeitsaufträgen durch eine Menge zur Verfügung stehender identischer Prozessoren unter Berücksichtigung von Einschränkungen an die mögliche Bearbeitungsreihenfolge geplant werden. In der Arbeit wird gezeigt, dass das Problem im mathematischen Sinne schwer ist. Deswegen können keine effizienten Algorithmen entwickelt werden. Es wird ein Approximationsalgorithmus vorgestellt, der in effizienter Rechenzeit Ergebnisse liefert. Komplettiert wird die Schrift durch neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen diesen Scheduling Problemen und Rectangle Packing. Prof. Dr. Rolf H. Möhring betreute die Arbeit von Elisabeth Günter.

Elisabeth Günther, Jahrgang 1984, studierte an der TU Berlin Mathematik. In ihrer Freizeit betreut sie Kinder und Jugendliche in Zeltlagern und Integrationsreisen. Außerdem ist sie langjährig in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Seit April 2009 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Matheon in der Arbeitsgruppe Combinatorial Optimization and Graph Algorithmus.

Zum Preis:

Initiiert wurde der Clara-von-Simson-Preis durch die Frauenbeauftragte der TU Berlin, Heidi Degethoff de Campos. Namensgeberin ist die Chemikerin Dr. Clara von Simson, die 1951 als erste Frau im Fach Physik der TU Berlin habilitierte und die Akademische Selbstverwaltung der TU Berlin mit aufbaute. Später war sie Leiterin der Lette-Schule, setzte sich schon früh für die Förderung von Mädchen in natur- und technikwissenschaftlichen Berufen ein, war als Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus und in der Landespolitik auch frauenpolitisch aktiv und bekam 1966 die Ehrensenatorwürde des Akademischen Senats der Technischen Universität Berlin verliehen. Insgesamt lagen der Jury 23 überdurchschnittlich gute Abschlussarbeiten vor, aus denen die vier Preisträgerinnen ermittelt wurden.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Heidi Degethoff de Campos
Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin
Tel.: 030/314-21438
Fax: -21622

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

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