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TU Berlin

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„Jenö war mein Freund“

Donnerstag, 03. Dezember 2009

Medieninformation Nr. 315/2009

Tagung des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin zu Vorurteilen in der Kinder- und Jugendliteratur am 11. und 12. Dezember 2009 im Literaturhaus Berlin

Vorurteile werden früh erlernt und eingeübt. Familie, Milieu, Lektüre prägen die Wahrnehmung von Gruppen und Minderheiten durch Kinder und Jugendliche. Früh erworbene Ressentiments bleiben besonders wirksam und bestimmen das Weltbild vieler Erwachsener. Die Folgen – Ausgrenzung, Diskriminierung, Gewalt – bestimmen das Klima der Mehrheitsgesellschaft und die Lebensqualität von ethnischen, kulturellen, sozialen oder sexuellen Minderheiten.

Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin lädt herzlich zur Tagung ein. Eine Anmeldung ist noch möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Über das vollständige Programm können Sie sich unter http://zfa.kgw.tu-berlin.de/veranstaltungen.htm informieren:

Tagung
Zeit:
am Freitag, dem 11. Dezember 2009, 14.00 Uhr 
Ort:
Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin 

Wir bitten Sie, in Ihrem Medium auf diese Veranstaltung hinzuweisen.

Historische und aktuelle Aspekte von Rassismus und Antisemitismus, von Ressentiments gegen Muslime, gegen Sinti und Roma, Homosexuelle oder andere Minderheiten sind Gegenstand der interdisziplinären Tagung. Wie werden, gezielt oder aus Versehen, manchmal in guter Absicht, aber mit entgegen gesetzter Wirkung, Lektüren propagiert, die Vorurteile transportieren oder Ressentiments festigen, lautet die zentrale Frage. Ein Beispiel wäre „Jenö war mein Freund“, die Erzählung von Wolfdietrich Schnurre, die Verständnis für Sinti und Roma wecken will, aber in den Klischees gegen „Zigeuner“ verharrt. „Damals war es Friedrich“ mussten Generationen von Schülern lesen, ehe sich die Einsicht verbreitete, dass das Buch nicht der Aufklärung dient. Rassistische Stereotype waren in der Kinderliteratur seit dem 19. Jahrhundert üblich. Vorurteile gegen Minderheiten oder „Fremde“ werden, oft nicht auf den ersten Blick erkennbar, in Jugendbüchern, in Schullektüren, in Comics und Serien des unterhaltenden Genres gepflegt.

Ziel der Tagung ist es, auf diese Problematik und ihre Wirkungen aufmerksam zu machen.

ehr

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Elisabeth Lindner
TU Berlin
Zentrum für Antisemitismusforschung
Tel.: 030/314-25854
Fax: -21136

Zusatzinformationen / Extras

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