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Das Mittelmeer 1860 bis 1960 - Poesie und Politik eines Raumes

Donnerstag, 03. Juli 2008

Medieninformation Nr. 173/2008

Einladung zum Vortrag von TU-Professorin Dr. Sigrid Weigel während der internationalen Tagung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz - Max-Planck-Institut in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz

"Das Mittelmeer aus der Perspektive des Schwarzen Meeres. Topographie und kulturelle Semantik im thalassischen Europadiskurs", so lautet der Titel des Vortrages, den Prof. Dr. Sigrid Weigel im Rahmen der internationalen Konferenz "Das Mittelmeer 1860-1960. Poesie und Politik des Raumes" halten wird. Sigrid Weigel ist Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Literaturwissenschaft an der TU Berlin und Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung.

Vortrag
Zeit:
Sonnabend, den 5. Juli 2008, 16.15 Uhr
Ort:
Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin, Am Kupfergraben 5, 10177 Berlin, Theodor-Wiegand-Saal

Die Konferenz wird vom Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Planck-Institut in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz veranstaltet.

Tagung
Zeit:
4. bis 5. Juli 2008, Beginn: 9.45 Uhr
Ort:
Pergamonmuseum, Staatliche Museen zu Berlin, Am Kupfergraben 5, 10177 Berlin, Theodor-Wiegand-Saal

Mit dieser Tagung zum Konzept des Mittelmeeres und des Mittelmeerraumes widmet sich das Kunsthistorische Institut in Florenz erneut einem Thema, das die kunsthistorische Forschung zur italienischen Kunst in einen transkulturellen Zusammenhang stellt. Fächer- und medienübergreifend soll der Geschichte eines vom Meer geprägten Raumes sowie seiner wissenschaftlichen und künstlerischen Erforschung nachgegangen werden, indem sowohl darstellende Künste, Film und Photographie wie Literatur und Historiographie als auch Urbanistik und Museumsgeschichte nach ihren jeweils verschiedenen Konzepten und Vorstellungen einer Kulturtopographie befragt werden, die als Projektionsfläche eines naturräumlich gedeuteten Kontinuums zur nationalen Selbstbeschreibung ebenso diente wie als 'Grenzraum' zum jeweils Anderen.

Der zeitliche Rahmen für die Tagung spannt sich dabei vom Zerfall des Osmanischen Reiches (Krimkrieg 1853-56) und der Öffnung des Mittelmeeres zum Roten Meer und Indischen Ozean durch den Bau des Suezkanals (1869) bis in die frühen sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts, in die Zeit der Suezkrise (1956) und dem Ende des Algerienkrieges (1962).

Der erste Teil des Vortrags von Sigrid Weigel diskutiert Carl Schmitts Buch "Land und Meer" (1942) einerseits im Hinblick auf die geopolitischen Implikationen, die mit dem historischen Index seiner Entstehung im Dritten Reich verbunden sind, andererseits hinsichtlich seines theoretischen Anregungsgehalts für die Konzepte einer europäischen Kulturgeschichte.

Mit Blick auf andere thalassische Modelle Europas plädiert der zweite Teil dafür, die Begriffe der epochengeschichtlichen europäischen Raumordnung von Land und Meer für eine topographische Betrachtungsweise zu überführen und den Europadiskurs - jenseits einer Fortschrittsgeschichte - stets, auch im "ozeanischen" Zeitalter oder in der Globalisierung, als thalassischen zu verstehen. Das heißt, dass die verschiedenen Binnenmeere und Meeresbecken Europas - und nicht nur das Mittelmeer - als Schauplätze des Austausches und der Abgrenzung von Kulturen, Religionen, Sprachen, Techniken zu untersuchen sind. Insbesondere für das die Konferenz beschäftigende Jahrhundert der "orientalischen Frage", die seit dem Ende des Krimkrieges 1856 auf der europäischen Agenda ganz oben stand, gilt es, die Aufmerksamkeit von einer um Rom und das Mittelmeer zentrierten Europageschichte Richtung Osten zu verschieben - zum Schwarzen Meer. Damit gerät nicht nur das "zweite Rom" (Konstantinopel) in den Blick, sondern eine Pluralisierung der (religions-)kulturellen Genese Europas - inklusive des Schattens, der vom "dritten Rom" (Moskau) auf diese Region fällt.

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Weitere Informationen zum Programm der internationalen Konferenz:

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Sigrid Weigel
Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Literaturwissenschaft
Fachgebiet Deutsche Philologie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Schwerpunkt Literaturforschung
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Tel.: 030/314-26583, -22231, -25120

oder Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Schützenstr. 18
10117 Berlin
Tel.: 030/20 192-173
Fax: -154

www.zfl.gwz-berlin.de

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