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TU Berlin

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TU Berlin gratuliert ihrem Honorarprofessor Gerhard Ertl zum Nobelpreis für Chemie

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Medieninformation Nr. 247/2007

Großer Erfolg für die Berliner Chemie

Prof. Dr. Gerhard Ertl
Lupe

Die Technische Universität Berlin gratuliert ihrem Honorarprofessor Gerhard Ertl zum diesjährigen Nobelpreis für Chemie. Wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am heutigen Mittwoch in Stockholm mitteilte, erhält der Chemiker vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin die Ehrung "für seine Studien von chemischen Verfahren auf festen Oberflächen".

1986 wurde Gerhard Ertl zum Honorarprofessor der TU Berlin ernannt. Das Fritz-Haber-Institut ist für die TU Berlin eine der wichtigsten strategischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Zahlreiche langjährige Kooperationen bestehen zwischen beiden Wissenschaftsinstitutionen. Dies manifestiert sich in vielen gemeinsamen Forschungsprojekten und Promotionen. Auch Gerhard Ertl hat mit der Betreuung vieler Doktorandinnen und Doktoranden und seinen zahlreichen Gastvorträgen maßgebliche Impulse für den Forschungsbereich Chemie an der TU Berlin gegeben. Seine Freude an der Wissenschaft und sein positives Charisma waren und sind eine große Motivation für junge Chemikerinnen und Chemiker.

Die TU Berlin beteiligt sich mit einem Antrag für das Forschungscluster "Unifying Concepts in Catalysis" am Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern. Ein Partner dabei ist auch das Fritz-Haber-Institut. Als Sprecheruniversität organisiert die TU Berlin so ein großes wissenschaftliches Netzwerk im Bereich Chemie, das sich mit dem Zukunftsfeld Katalyse sowohl aus naturwissenschaftlicher als auch ingenieurwissenschaftlicher Sicht und unter dem Aspekt der industriellen Anwendung intensiv beschäftigt. "Der Nobelpreis für Gerhard Ertl ist ein großer Erfolg für die Berliner Chemie und für das Forschungsgebiet der Katalyse", so Prof. Dr. Matthias Driess, Sprecher des im Exzellenzwettbewerb beantragten Forschungsclusters  "Unifying Concepts in Catalysis".

Der diesjährige Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Gerhard Ertl ist nicht nur durch eine Honorarprofessur mit dem Institut für Chemie der TU Berlin verknüpft, sondern ist auch mit dem Institut für Theoretische Physik der TU Berlin seit vielen Jahren eng verbunden. Gerhard Ertl war zusammmen mit Werner Ebeling und Lutz Schimansky-Geier (HU Berlin), Eckehard Schöll (TU Berlin) und Jürgen Kurths (Universität Postsdam) 1998 einer der Gründer des DFG-Sonderforschungsbereiches 555 "Komplexe nichtlineare Prozesse", der seit neun Jahren mit starker Beteiligung der TU Berlin (stellvertretender Sprecher: E. Schöll) erfolgreich arbeitet und im Juni dieses Jahres um weitere drei Jahre verlängert wurde, und er ist bis heute Ehrenvorstandsmitglied des Sfb. Prof. Ertl und seine Abteilung des Fritz-Haber-Instituts waren und sind während der ganzen Laufzeit des Sfb mit wichtigen Teilprojekten zur raumzeitlichen Strukturbildung und ihrer Kontrolle (z.B. bei der Rostbildung auf Metalloberflächen oder der katalytischen Oxidation von Kohlenmonoxid auf Platin-Oberflächen) vertreten. Einer seiner Schüler, Prof. Dr. Markus Bär, Fachbereichsleiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), der bei Prof. Ertl promoviert hat und ebenfalls ein Teilprojekt des Sfb leitet, ist Privatdozent am Institut für Theoretische Physik.

Gerhard Ertl hat für seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Leistungen zahlreiche Auszeichnungen bekommen, insgesamt wurden ihm acht Honorarprofessuren verliehen, neben der TU Berlin unter anderem auch durch die Freie Universität und die Humboldt-Universität zu Berlin.

Wer sich über das Thema Katalyse informieren will, ist herzlich zum UniCat-Kolloquium eingeladen. Prof. Dr. Matthias Beller, Geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse in Rostock, Leibniz-Preisträger und Träger des Bundesverdienstkreuzes hält am heutigen Mittwoch den Vortrag "Katalyse - eine Schlüsseltechnologie für das 21. Jahrhundert".

Zeit:
10. Oktober 2007, von 17.15 bis 19.00 Uhr
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 115, 10623 Berlin, Altes Chemiegebäude, Raum C 230
tz / stt

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Kristina R. Zerges
Leiterin des Referats für Presse und Information
Tel.: 030/314-23922

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