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TU Berlin

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TU Berlin: 75 Erfindungen im vergangenen Jahr

Montag, 01. Oktober 2007

Medieninformation Nr. 235/2007

93 Patente wurden seit 2002 auf den Namen der TU Berlin angemeldet / Universität fördert aktiv den Transfer in die Wirtschaft

knoten
93 Patente wurden seit 2002 auf den Namen der TU Berlin angemeldet - hier ein Beispiel aus der Medizintechnik
Lupe

Die Technische Universität Berlin bestätigte im Jahr 2006 das ausgezeichnete Vorjahresergebnis bei der Anzahl der Erfindungen. Im vergangenen Jahr wurden der TU Berlin von ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern 75 Erfindungen gemeldet. Nach einem enormen Anstieg im Jahre 2005 auf 78 Erfindungen konnte damit die positive Entwicklung fortgesetzt werden. Für das Jahr 2007 sind mit Stand vom 20. September bereits 66 Neuzugänge zu verzeichnen.

Das universitätsinterne Ranking wird wie bereits im Jahr 2005 von den Fakultäten "Elektrotechnik und Informatik" sowie "Verkehrs- und Maschinensysteme" angeführt. Die Informatiker und Elektrotechniker meldeten 32 Erfindungen an, ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Verkehrs- und Maschinensysteme 17 Erfindung. Damit konnten sie sich deutlich steigern.

Wichtiger Indikator für die Qualität der gemeldeten Erfindungen ist die Zahl der durch das Patentamt erteilten Patente. Seit 2002 wurden durch das Deutsche Patentamt 21 Patente auf den Namen der TU Berlin erteilt, 36 Patente auf europäischer Ebene, 36 Patente weltweit angemeldet. Zusätzlich gab es noch 21 sogenannte regionale Anmeldungen aus der TU Berlin. Damit konnte sie in diesem Bereich die hervorragenden Zahlen des Vorjahres weiter verbessern und mit der Charité den Spitzenplatz im Berliner Universitätsbereich behaupten.

Seit 2001 betreibt der Servicebereich Kooperation Patente Lizenzen (KPL) der TU Berlin mit der ipal GmbH eine aktive Patentierungs- und Verwertungspolitik.

"ProTuTec" – neues Förderinstrument soll TU-Erfindungen "fit" für den Markt machen

Aufbauend auf diesen guten Ergebnissen wird die TU Berlin jetzt ihre Rahmenbedingungen weiter verbessern: Mit "ProTuTec", einem neuen Instrument der internen Forschungsförderung, will sie Erfindungen aus der Universität mit hohen Verwertungschancen besonders für die Industrie interessant machen. Damit sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finanziell unterstützt werden, um den Reifegrad der Technologie einer Erfindung zu erhöhen. In Einzelfällen kann die Förderung rund 50.000 Euro umfassen. Nur über diesen Weg kann eine künftige Lizenzierung an Industriepartner vereinfacht werden. Dazu sind Belege für die industrielle Anwendbarkeit notwendig wie experimentelle Ergebnisse, ein funktionsfähiges Labormuster oder die Anfertigung eines Prototypen. Mit einer Förderung über "ProTuTec" sollen die Wissenschaftler auch diese Schritte gehen können und ihre Erfindung "fit" für Interessenten aus der Wirtschaft machen. Mit dem neuen Förderinstrument setzt die TU Berlin gezielt neue Anreize für einen verbesserten Transfer wissenschaftlicher und technischer Innovationen in die wirtschaftliche Anwendung.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

TU Berlin
Kooperationen Patente Lizenzen
Bernd Poppenheger
Tel.: 030 - 314 21768
Fax: 030 - 314 21718
www.tu-berlin.de/zuv/KPL/

Beispiele aus der TU Berlin

Neue Wirkstoffquelle Cyanobakterien

Pilzinfektionen mit Todesfolge, insbesondere bei immunsystemgeschwächten Personen, haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Zwar steigen Umsätze antifungaler, also pilzabtötender Mittel, doch es bedarf weiterer, besser verträglicher Mittel mit verbesserter Wirkung und Anwendung.

Eine Arbeitsgruppe um die TU-Wissenschaftler Dr. Hans von Döhren und Dr. Torsten Neuhof am Institut für Chemie erforschten in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut und dem Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie die antimykotische Wirkung von glykosylierten Lipopeptiden (Hassallidin A und B).

Tatsächlich konnte bei Hassallidin A in Zellexperimenten eine hohe antifungale Wirksamkeit gegenüber einzelnen Pilzarten mit einem vermutlich neuen Wirkmechanismus festgestellt werden. Man vermutet außerdem wegen des hydrophilen Charakters eine höhere Bioverfügbarkeit bei oraler Applikation. Damit ließe sich die Dosierung deutlich verringern.

Die Erfindung wurde zum Europäischen Patent angemeldet.

Knoten für Knoten – Für mehr Platz im Bauch

Bei der endoskopischen Operation im Bauch, der Laparoskopie, fehlt oft der Platz zum Nähen und Verknoten des Nahtmaterials. Die zweidimensionale Sicht erschwert das Unterfangen zusätzlich. Eine Automatisierung dieser Schritte könnte die Dauer der Operation verkürzen und zusätzlich eine reproduzier- und kontrollierbare Knotenqualität ermöglichen.

Rainer Reichel, Prof. Dr.-Ing. Marc Kraft, Dr. Peter Diesing und andere vom Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik der TU Berlin entwickelten ein neues Konzept, um bei maschinellen Einzelknopfnähten in der Laparoskopie mehrere Knoten in Folge im Bauchraum automatisch herzustellen. Dabei werden Fadenenden mit einem Knoten automatisiert verbunden. Im Zuge dessen entwickelten die Forscher auch einen neuen Knoten, der sich für die Automatisierung besonders eignet und die medizinischen Anforderungen erfüllt. Auch die Reißfestigkeit des neuen Knotens ist im Vergleich mit einem bewährten chirurgischen Knoten tendenziell etwas erhöht.

Die Erfindung wurde beim Deutschen Patentamt angemeldet und wird derzeit am gleichen Institut von Hanno Winter im Rahmen eines Forschungsprojektes für einen Industriepartner weiterentwickelt.

Weitere Beispiele und Fotomaterial finden Sie unter:

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