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TU Berlin

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Das Denken verstehen

Montag, 02. April 2007

Medieninformation Nr. 69/2007

Felix Wichmann übernimmt die Bernstein-Professur in Berlin

Lupe

Im April 2007 tritt Felix Wichmann die Professur "Modellierung Kognitiver Prozesse" an, die am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience Berlin angesiedelt ist. Die Professur wird in den ersten fünf Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und anschließend von der Technischen Universität Berlin weitergeführt.

Felix Wichmann beschäftigt sich mit visueller Kognition. Welche Prozesse spielen sich im Gehirn ab, wenn es aus den sensorischen Reizen der Netzhaut ein Modell seiner Umwelt erzeugt? Dabei interessiert er sich nicht nur für die Wahrnehmung selbst, sondern dafür, wie optische Eindrücke in einem "psychologischen Raum" repräsentiert werden – wie wir Objekte klassifizieren, zum Beispiel Männer und Frauen unterscheiden, was wir als ähnlich empfinden und welche Bildaspekte wir nutzen, um einen Gegenstand zu erkennen. Das Besondere an seinem Forschungsansatz: Er nutzt Modelle des maschinellen Lernens und erweitert damit das methodische Repertoire der Kognitionsforschung. In Computermodellen der Wahrnehmung lassen sich Annahmen zum menschlichen Sehen testen oder Hinweise darauf erhalten, wie das Erkennen von Objekten im menschlichen Gehirn funktioniert.

Nicht nur lässt sich aus dem Computermodell etwas über den Menschen lernen – auch das maschinelle Sehen ließe sich verbessern, wenn man die menschliche Wahrnehmung besser versteht. "Keine Maschine erkennt Objekte so gut wie der Mensch. Wenn man wüsste, wie Menschen klassifizieren, wären die Anwendungsmöglichkeiten enorm", so Wichmann. Mit seiner Forschung leistet er dazu einen wesentlichen Beitrag.

Das Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience in Berlin, nach dem deutschen Neurophysiologen Julius Bernstein (1839 – 1917) benannt, ist eines von vier Forschungsverbänden, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eingerichtet wurden, um technologische Anwendungen theoretischer Ergebnisse in den Neurowissenschaften voranzutreiben. Das menschliche Gehirn ist eine der komplexesten Strukturen, die die Evolution hervorgebracht hat. Zur Erforschung des Denkens verbindet die Computational Neuroscience Experiment, Datenanalyse und Computersimulation.

Felix Wichmann hat an der Universität Oxford, Großbritannien, Psychologie studiert und über Modelle der visuellen Mustererkennung promoviert. Nach weiterer Forschungstätigkeit in Oxford und Leuven (Belgien) war Wichmann seit 2002 in der Abteilung Empirische Inferenz am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen tätig, bevor er jetzt in Berlin seine erste Professur antritt. Seine Forschungsarbeiten wurden u. a. von der Optical Society of America und der American Psychological Association ausgezeichnet.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Felix A. Wichmann
TU Berlin, Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik
Arbeitsgruppe Modellierung Kognitiver Prozesse

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