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TU Berlin

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Vermischtes

Zwischen Kunst und Naturwissenschaft

Freitag, 22. Februar 2013

Ein Beitrag zur Überwindung von Fächergrenzen

Erfolgreiche Kooperation: Dramaturgin Marion Hirte und Chemiker Matthias Drieß
Lupe

Es ist sehr wichtig, über Fächergrenzen hinweg Ausdrucksmittel zu entwickeln, um das gegenseitige Verständnis zu fördern“, sagt Prof. Dr. Matthias Drieß, Sprecher des Exzellenzclusters „UniCat“ an der TU Berlin. Zusammen mit der UdK-Professorin Marion Hirte, die Produktionsdramaturgie lehrt, hat er die Kooperation „Science on Stage“ initiiert. Sie verbindet die darstellende Kunst beziehungsweise das Schauspiel mit den Naturwissenschaften. Im Dezember 2012 war bereits das erste Ergebnis zu sehen: die szenische Lesung „Killerblumen“ des amerikanischen Autors und Miterfinders der Antibabypille Carl Djerassi. Sie wurde an der TU Berlin aufgeführt und von der Einstein-Stiftung Berlin gefördert. Das Stück thematisiert die Gefahr, ethische Fragen in den Wissenschaften zu vernachlässigen. Es zeigt die Notwendigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in einem größeren Zusammenhang zu betrachten, und zwar über die Grenzen der einzelnen Disziplinen hinweg. „Diese Arbeit wollen wir in den kommenden Semestern fortsetzen. Die künstlerische Form und die Umsetzung können dabei noch offener werden“, sagt Marion Hirte. Vor allem sollen auch Studierende eingebunden werden und gemeinsam Themen und Phänomenen nachspüren. Sie sollen nach einer künstlerischen Darstellungsweise suchen, in die alle Beteiligten ihre Expertisen, Interessen und Fähigkeiten einbringen können. „Wir erhoffen uns davon ein vertieftes gegenseitiges Verständnis. Vielleicht werden sogar durch innovative Forschungsmethoden neue Erkenntnisse zu den gemeinsamen Fragestellungen gewonnen“, sagt Hirte. Die zunehmende Komplexität wissenschaftlicher Erkenntnisse brauche neue Denkanstöße auch im Hinblick auf ihre Akzeptanz in der Gesellschaft. Dabei könne die Kunst besonders hilfreich sein, sei sie doch ihrem Wesen nach ein ergebnisoffenes Experiment. „Und für uns Naturwissenschaftler“, so Matthias Drieß, „ist die darstellende Kunst ein hervorragendes Medium, um Empathie und Rationalität im Wissenschaftsbetrieb zu beleuchten.“

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

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