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Universitätsarchiv

Dienstag, 18. Dezember 2012

Zukunftsarchiv – Archiv der Zukunft

Matrikelbücher der TH Berlin
Lupe

Der altrömische Gott Janus, der Doppelgesichtige, der Vergangenheit und Zukunft, Anfang und Ende schaut – ist er der Schutzpatron der Archivare? Die Gegenwart ist Zukunft einer Vergangenheit, Zukunft ist künftige Gegenwart. Die Archive sind Gedächtnisse des Vergangenen für heutige und kommende Nutzung. So haben Archivare – wie Janus – das Gestern und die Zukunft im Blick. Welche Wünsche Forschende an ein zukunftsbezogenes Archiv haben, diese interessante Frage warf Dr. Carina Baganz in ihrem Festvortrag zum 60. Universitätsarchiv-Jubiläum im November 2012 auf. Auf drei Aspekte soll hier kurz verwiesen werden:

  • In der Archivarbeit erfahrene Forscherinnen und Forscher wissen, dass es parallele Überlieferungen gibt. So können Defizite des einen Archivs durch Dokumente aus einem anderen kompensiert werden. Würden sich durch Digitalisierung und Verlinkung der Bestände neue, interessante Wege für Forschende ergeben?
  • Wird das Zukunftsarchiv komplett online zugänglich werden, sodass Forschende allein per Mausklick die Bestände sichten könnten?
  • Wie kann die im Aufbau begriffene Datenbank „Codex professorum“ über Angehörige des Lehrkörpers der TH/TU Berlin durch eine Online-Edition der Matrikeln mit Nutzerkommentarfunktion ergänzt werden?


Das Universitätsarchiv hält es für erstrebenswert, dass zukünftig viele Findmittel für die Bestände online abrufbar werden. Wünschenswert für die Zukunft wäre auch ein regionales Archivportal von Berlin-Brandenburg, wie es zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern schon existiert. Ein „totales“ Online-Archiv bleibt – abgesehen von begrenzten finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen – auch aus urheberrechtlichen und Datenschutzgründen nur eine schöne Utopie. Realistisch und in den nächsten Jahren erstrebenswert ist, dass die Möglichkeiten der Online-Recherche – anknüpfend an den „Codex professorum“, der in Kürze fertiggestellt sein wird – ausgebaut werden. Eine Online-Edition der Matrikelbücher einschließlich Nutzerkommentarfunktion hält das Archiv für genauso erstrebenswert, da insbesondere zu den Fotobeständen wenig schriftlich überliefert ist.

Hans Christian Förster / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2012

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