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TU Berlin

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Arbeitsplatz Uni

Freitag, 13. Juli 2012

Bernd J. Braatz mit seinem Walfänger „Kate Cory“ von 1865
Lupe

Ohne sie geht gar nichts. Viele gute Geister sorgen in der Universität dafür, dass der Betrieb von Forschung und Lehre gut läuft. TU intern stellt einige von ihnen vor.

Ein Wassersportkamerad weckte in ihm die Leidenschaft. Die Leidenschaft für Flaschenschiffe. Der gelernte Bootsbauer begann sich mit den filigranen Schiffen zu beschäftigen, eignete sich schnell großes Können an, wurde Deutscher Meister und im Jahr 2000 sogar Vizeweltmeister. Sein kleinstes Schiff passte in eine Glühbirne. „Aber die Flaschen waren mir irgendwann nicht mehr klar genug, das Glas verzerrt die Ansicht, deshalb baue ich heute Modelle als Dioramen im Maßstab 1:150 oder 1:128“, erzählt Bernd J. Braatz, der auch in dieser Klasse bald Goldmedaillen gewann. Er blickt dabei von seinem Arbeitsplatz in der „Rosa Röhre“ auf die Spree. 25 Jahre hat er in der Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau (VWS) auf der Schleuseninsel die Modellfertigung geleitet, Schiffsmodelle in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern hergestellt, vor allem strömungstechnisch neuartige Propeller. Insgesamt ist er seit 33 Jahren, seit 1979, an der VWS, die 2001 als Zentraleinrichtung der TU Berlin aufgelöst wurde. Bernd J. Braatz wurde dem Team Außendienste der TU-Bauabteilung zugeordnet und betreut nun mit einigen Kollegen als Hausmeister insgesamt neun Häuser, einschließlich der Universitätsbibliothek. „Dort ist natürlich immer am meisten zu tun“, erklärt er, „was damit zusammenhängt, dass dort viel Publikumsverkehr herrscht.“ Klar, dass der Job besonders vielfältig ist. Er organisiert Winterdienste, führt kleinere Reparaturarbeiten aus oder organisiert die größeren, begutachtet Wasserschäden oder beseitigt sie gegebenenfalls selbst, und wenn jemand irgendwo im Aufzug stecken bleibt, sorgt er für dessen Befreiung. Bei diesen Aufgaben kommen ihm natürlich seine handwerklichen Fähigkeiten besonders zugute. Die künstlerischen Ambitionen steckt er dann in sein aufwendiges Hobby. Etwa 200 Stunden arbeitet er an jedem seiner Modelle. Diese sind sowohl unter Sammlern weltweit als auch bei Museen sehr begehrt. Auch im Deutschen Technikmuseum Berlin sind einige seiner Werke zu bewundern. Die Bauzeit ist natürlich davon abhängig, ob es sich um einen Kutter handelt, um eine Brigg, eine Schoneryacht, einen Walfänger oder ein historisches Kriegsschiff. Anregungen holt er sich aus dem Internet oder auch aus seiner inzwischen zu großem Umfang gewachsenen privaten Fachbibliothek. „Die Details müssen stimmen“, erklärt er, „bei einem Modell sieht man jeden falschen Millimeter.“ Dabei lernt man natürlich auch viel über Geschichte, Technologieentwicklung, Schiffbau, Segelmacherei und auch Waffentechnik.

www.braatz-schiffsminiaturen.de

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2012

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