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TU Berlin

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Arbeitsplatz Uni

Montag, 18. Juni 2012

Olga Hahn
Lupe

Ohne sie geht gar nichts. Viele gute Geister sorgen in der Universität dafür, dass der Betrieb von Forschung und Lehre gut läuft. TU intern stellt einige von ihnen vor.

Olga Hahn, 27, ist Informatikerin und engagiert sich an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik in der Nachwuchsförderung. Eigentlich aber kommt sie aus dem Zirkus. Vom 5. bis zum 14. Lebensjahr war sie Luftakrobatin. Mit zwanzig weiteren Kindern und fünf Erwachsenen reiste sie durch Russland. „Ich war Luftakrobatin, einige tanzten mit dem Hula-Hoop-Reifen, andere verkleideten sich als Clown“, erzählt sie. Es gab keine Tiere im Zirkus, dafür hatte sie zu Hause eine Hündin namens Gera. Den Pitbull bekam sie mit zwölf Jahren und dressierte ihn in der Hundesportart „Agility“. „Sie war so unglaublich schlau“, sagt sie mit strahlenden Augen und fährt fort: „Sie konnte nicht nur im Zickzack laufen, über meine Arme und Beine springen, sondern auch mit mir seilspringen.“ Olga Hahn stammt allerdings nicht aus einer Zirkusfamilie. „Meine Mutter ist Krankenschwester. Meine Eltern wollten nur, dass ich beim Zirkus mitmache“, erzählt sie lächelnd. Natürlich besuchte Olga Hahn die Schule. Sie machte das Abitur in ihrer Heimatsstadt Nischni Nowgorod, wo auch Maxim Gorki das Licht der Welt erblickt hatte. Nach Deutschland kam sie mit 20 Jahren zum Studieren und weil Mutter und Schwester mittlerweile in Deutschland lebten. Zwei Jahre besuchte sie Sprachkurse, um anschließend Informatik zu studieren. Nach dem Bachelor macht sie nun ihren Master. „Ich liebe die Informatik und möchte auch anderen zeigen, dass es Spaß macht“, betont sie. Seit 2009 arbeitet Olga Hahn in unterschiedlichen Programmen zur Nachwuchsförderung wie „GET-IT!“ oder „DeinLabor“. Sie geht an Schulen, um Jugendliche für ein Studium der Informatik, Natur- oder Ingenieurwissenschaften zu begeistern. Mit den Schülerinnen und Schülern baut sie nicht nur Roboter, sondern setzt diese auch in selbst geschriebenen Stücken ein. Gemeinsam treten sie dann bei Europas größtem Roboterturnier, den „RoboCup German Open“, gegen zahlreiche Teilnehmer aus aller Welt an. Die Schülergruppe von Olga Hahn qualifizierte sich dieses Jahr sogar für die Weltmeisterschaft in Mexiko. Außerdem bietet sie immer wieder Workshops an, um die humanoiden Nao-Roboter des DAI-Labors zu programmieren. Roboter gehören zu ihrem Alltag.

Im letzten Sommer hat Olga Hahn geheiratet. „Leider regnete es den ganzen Tag“, erinnert sie sich. Dafür fand die Trauung in einem Museum statt. Mittlerweile ist sie im siebenten Monat schwanger und freut sich auf ihr Kind. „Es wird ein Mädchen, einen Namen haben wir noch nicht“, sagt sie. Ob das Kind ebenfalls Informatikerin wird oder vielleicht doch zum Zirkus geht, wird allerdings die Zukunft zeigen.

Özlem Beytas / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2012

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