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TU Berlin

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Universitätsarchiv

Freitag, 17. Februar 2012

Sammelsurium für universitäres Allerlei

Ernst Ruska und Königin Silvia beim Nobelpreisbankett 1986
Lupe

Ein Unikat im Archiv der TU Berlin ist die „Hochschulgeschichtliche Sammlung“. Sie ist das Magazin für das universitätsgeschichtliche Allerlei, das nicht ins strenge Kategoriensystem eines Archivs passt. Die rund 500 Objekte, die seit 1946 zusammenkamen, füllen zwölf laufende Regalmeter: So ist die Sammlung kein „Restposten“. Im Gegenteil. Ein neu erstelltes „Findbuch“ versucht, die mannigfaltigen Objekte der breit gefächerten Sammlung zu klassifizieren. Zu den 14 Klassifikationspunkten gehören „Hochschul- beziehungsweise Universitätsgeschichte“, „Personalangelegenheiten“, „Studentica“, „Historische Drucke und Stiche“ et cetera. Was befindet sich nun in diesem umfangreichen Fundus konkret? Da gibt es zunächst Studienaufzeichnungen wie Vorlesungsmitschriften, Lehrmaterialien von Studierenden aus dem Zeitraum zwischen den 1920er- und den 1950er-Jahren. Sie belegen exemplarisch, wie einst studiert wurde. Es werden Berichte von Hochschullehrern verwahrt, wie die Lebenserinnerungen des Bauingenieurs Hermann Zimmermann, der um 1900 als Statik-Dozent an der TH Charlottenburg, der TU-Vorgängerin, wirkte. Es gibt sensationelle Fotos wie jenes von der Nobelpreisverleihung 1986, das Ernst Ruska mit Schwedens Königin Silvia zeigt.

Im Fundus lagert auch das „Schütte-Lanz-Album“. Der TH-Professor Johann Schütte und der Unternehmer Karl Lanz, der Preise für Flugzeugpioniere – wie Hans Grade, siehe TU intern 11/08 – vergab, arbeiteten zwischen 1908 und 1916 auf dem Feld des deutschen Luftschiffbaus zusammen. Weitere Kuriosa sind Eintrittskarten und Coupons für einen Weihnachtsmarkt, der 1925 im Hauptgebäude stattfand. Auch der Schriftwechsel zwischen Albert Speer und der TU-Bibliothek, in dem es um Bücherausleihen für den im Alliierten Gefängnis Spandau einsitzenden Speer ging, ist Teil der Sammlung. Und nicht zuletzt gehört ein Brief von Charlotte Hertz aus dem Jahre 1975 dazu, in dem sich die Witwe von Gustav Hertz – über die innerdeutsche Grenze hinweg – bei Elisabeth Lisco, der Schwester von James Franck (der mit Hertz 1925 den Nobelpreis bekam), für die Anteilnahme zum Tod ihres Mannes bedankt. So hält die Sammlung noch viele weitere sensationelle Highlights bereit, die ihrer Wiederentdeckung harren.

Hans Christian Förster / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2012

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