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Arbeitsplatz Uni

Freitag, 20. Januar 2012

Aysel Karatas
Lupe

Ohne sie geht gar nichts. Viele gute Geister sorgen in der Universität dafür, dass der Betrieb von Forschung und Lehre rund läuft. TU intern stellt einige von ihnen vor.

Aysel Karatas (59) gehört zu den unscheinbaren Heldinnen des Alltags. Es sind 90 bis 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sie organisiert, aufeinander abstimmt und beauftragt. Sie ist Objektleiterin bei der Firma Gegenbauer Facility Management und zuständig für mehrere Gebäude der TU Berlin. Dort sorgt sie dafür, dass die Gebäude gereinigt werden. Fleißig ist sie ohne Frage. Morgens um fünf Uhr beginnt sie bereits ihren Arbeitstag. Seit 1974 ist sie bei Gegenbauer beschäftigt, seit 1984 ist sie in deren Auftrag an der TU Berlin. Schon während ihrer Schulzeit in der Türkei hat sie gearbeitet und besuchte ein Internat in der Nähe von Izmir.

Sie hat drei Kinder. Ihre Tochter (22) war vor Kurzem ein Jahr in Japan. Sie hat ein Patenkind in Pakistan, fördert eine Studentin in Istanbul, und zu Hause wartet eine Katze. Aysel Karatas ist Muslimin, war in Mekka, trägt aber kein Kopftuch. Sie liest gerne und hat sogar schon Artikel für eine türkische Zeitung in Ankara geschrieben. Interesse zeigt sie für die NASA und das Universum. Regelmäßig verfolgt sie türkische Internetseiten zum Thema NASA. Eine starke und offene Frau, die kein Image bedient. "Ich bin glücklich, an der TU Berlin zu sein", sagt sie und erwähnt, dass sie schon immer studieren wollte. Von 1995 bis 1998 schloss sie ein Abendstudium in Betriebswirtschaftslehre mit einer regulären Arbeitswoche und alleinerziehend mit drei kleinen Kindern ab. "Ich bin Key-Account-Managerin, aber diesen Titel nutze ich nicht", sagt sie. "Was ist schon ein Titel? - Menschen vergeben einen Titel, sie haben keine Bedeutung. Wenn ich jemandem eine Aufgabe übertrage, ist mir nicht der Titel wichtig, sondern dass es erledigt wird." In fünf Jahren und zehn Monaten geht sie in Rente, die 59 Jahre sind ihr nicht anzusehen. Nach 25 Jahren an der TU Berlin sagt sie: "Mein Wunsch ist es, mich von allen zu verabschieden, einen Koffer voller Schlüssel abzugeben, mein Handy auszuschalten und anschließend zum Flughafen Tegel zu fahren. Ich möchte die Welt bereisen, von einem Ort zum anderen."

Özlem Beytas / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2012

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