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TU Berlin

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Universitätsarchiv

Freitag, 11. November 2011

Die Anfänge der Talsperren

Foto Bau des Donaukraftwerkes
Bau des Donaukraftwerkes Jochenstein in Bayern mit der damaligen Krakentechnologie aus dem Nachlass von Adolf Ludin
Lupe

Als die TU Berlin 1954 Prof. Dr. Adolf Ludin (1879-1968) zum Ehrensenator ernannte, würdigte sie einen Forscher und Hochschullehrer, dessen Hauptarbeitsgebiet der Wasserkraftausbau war. Seit Erscheinen seines epochemachenden Buches "Die Wasserkräfte" 1913 war Ludin vier Dezennien - national und international - als Gutachter und Projektingenieur im Talsperrenbau und in der Wasserwirtschaft tätig. Von 1923 bis 1945 hatte er den Lehrstuhl für Wasserbautechnik der TH Berlin inne und leitete das Wasserbau-Laboratorium. Außerdem war er in Finnland, Georgien, Iran, Japan, Jugoslawien, Pakistan, Rumänien, Uruguay und anderen Staaten an Talsperrenprojekten direkt oder als Gutachter beteiligt. Studienreisen führten ihn nach Italien, Skandinavien und in die Schweiz. 1969 übergab die Witwe Ludins Arbeitsnachlass dem Universitätsarchiv. Er umfasst zwölf Kartons, Karteikästen, Schachteln mit Glasdias, Fotoalben et cetera und belegt circa vier Regalmeter. Durch seine Materialvielfalt - Manuskripte, Zeichnungen, Fotos, Reisetagebücher und anderes - ermöglicht er, ein sehr konkretes Bild vom Talsperrenbau zwischen 1920 und 1960 zu rekonstruieren. Ludin hat sowohl seine Projekte als auch die wasserbautechnische Praxis im In- und Ausland materialreich dokumentiert, belegt auch durch die sehr antiquierte Sammlung von Glasdias. Über seine Studienreisen zu Wasserbauprojekten in Italien und der Schweiz geben mehrere Fotoalben Auskunft. Sie ermöglichen Einblick in die zeitgenössischen Bautechniken und zeigen - eher unbeabsichtigt - den damaligen sozialen Status quo. Nach den beiden Weltkriegen galt - wie heute wieder - Wasserkraft als preiswerte Energiequelle. Falls einmal die Geschichte des Talsperrenbaus im 20. Jahrhundert geschrieben werden sollte, sind neben den genannten Archivalien, zu denen auch einige Filme gehören, Ludins historisch reflektierende Vortragsmanuskripte wichtige Quellen. Die Hoffnung ist nicht unbegründet, dass dieser Nachlass noch manches interessante Detail enthält, das auf Enthüllung wartet.

Hans Christian Förster / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 11/2011

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