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To go or not to go oder: öfter mal eins auf'n Deckel!

Freitag, 11. November 2011

Kaffeebecher
Lupe

Oh, geruhsame Urzeit! Nach erfolgreicher Jagd chillte man auf kuscheligen Fellen und genoss seinen XXL-Mammutburger an Nesselparfait. Griechische Philosophen brainstormten auf Speisesofas, eifrig bedient von schönhintrigen Studenten. Generationen von Feldarbeitern warteten sehnsüchtig, das Vesperglöcklein möge endlich eine Pause anzeigen. Sitzen beim Essen? Zeitvergeudung und daher in den Startlöchern des dritten Jahrtausends völlig undenkbar. Der ungefrühstückte 24/7-Kreative schnappt einen "Coffee-to-go" und sprintet zum nächsten Innovations-Event seiner Exzellenzinitiative. Nun kommt leider Newton ins Spiel: Flüssigkeit schwappt. Also flugs einen Plastikdeckel erfinden, der den Nuckeltrieb bedient und zugleich hervorragend gegen Müllmangel wirkt. Schon ein Kaffee täglich steuert rund 200 gedeckelte Wegschmeiß-Becher jährlich bei! Aber, werden Sie einwenden, an Universitäten - den Wohnorten der Wissenselite - sind doch ohnehin alle umweltbewusst und benutzen nur Mehrweg-Becher. Schön weiterträumen! Im Sommer 2011 etwa durfte man in der Cafeteria Franklinstraße einige Lehrende und Studierende jammern hören, es gäbe keine DECKEL für ihre Wegschmeiß-Becher … Bescheidene Ratschläge: erst mal einen Schluck abtrinken. Servierkurs besuchen, gegen Schwappen. Thermobecher mitbringen. Oder, falls Büro im selben Gebäude: riesige Tasse kaufen, nicht ganz vollmachen. Gut Schluck!

Prof. Dr. Dagmar Schmauks, Fachgebiet Semiotik/ Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 11/2011

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