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TU Berlin

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Das Allerletzte

Dienstag, 16. November 2010

Trauer online

Das Internet ist noch jung. Dennoch ist es alt genug, dass sich auch einige seiner Nutzerinnen und Nutzer mit dem Thema Tod und Sterben auseinandersetzen müssen. Es gibt mittlerweile Trauer- und Gedenkseiten für Mensch und Tier, die viel Zuspruch erfahren. Doch was ist mit den vielen verwaisten Nutzerkonten in den sogenannten "social networks"? Für Unternehmen wie Facebook wird der sensible Umgang mit den Profilen von Verstorbenen mittlerweile zur echten Herausforderung. Mit der steigenden Anzahl der User wird das Problem immer drängender, denn für die Netzbetreiber ist es nicht einfach, Lebende von Toten zu unterscheiden. Bisher hat Facebook die betreffenden Profile gelöscht, wenn von außen der Hinweis kam, der Nutzer sei verstorben. Doch ein probates Mittel scheint das nicht zu sein. Viele Nutzer wünschen sich mittlerweile, dass zumindest Teile des Profils als eine Art Gedenktafel oder als Kondolenzbuch offen bleiben sollen. Freunde und Verwandte können so online gemeinsam trauern. Leider berichten die Betreiber auch über einen sehr schrägen Humor mancher User. So wurden schon „Freunde“ als tot gemeldet, die sich bester Gesundheit erfreuten. Wird dann ein Account stillgelegt, ist es für den Betreffenden sehr umständlich, diesen zurückzubekommen. Auch finden es manche Menschen angebracht, anonym in ein digitales Kondolenzbuch Dinge einzutragen, die der oder die Verstorbene lieber mit ins Grab genommen hätte. Für einen angemessenen Umgang mit diesem Thema im Netz muss die richtige Form wohl – sehr bald – noch gefunden werden.

pp / Quelle: "TU intern", 11/2010

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