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TU Berlin

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Das Allerletzte

Montag, 18. Oktober 2010

Ideen gegen Amtsdeutsch

Warum kann der deutsche Beamte eine "nicht lebende Einfriedung" nicht einfach "Zaun" nennen, warum eine "bedarfsgerechte Fußgängerfurt" nicht "Fußgängerampel" und warum kann er eine "Beelterung" nicht als „Suche nach einer Pflegefamilie" bezeichnen?

Schreiben von Stadtverwaltungen, Finanzämtern et cetera mit derlei behördlichem Kauderwelsch stoßen beim Lesen oft auf Unbehagen und Unverständnis. Das sogenannte „Amtsdeutsch“ ist unbeliebt, und das nicht nur in Deutschland. Doch es naht Abhilfe. Europaweit denken mittlerweile Wissenschaftler darüber nach, welche Merkmale der Verwaltungssprache länderübergreifend sind und welche Strategien es zur Verbesserung gibt. Auf zwei Tagungen suchte man inzwischen nach "europäischen Wegen zu einer modernen Verwaltungssprache", denn es sei ein zunehmendes Engagement zu verzeichnen, Verwaltungssprache bürgerfreundlicher zu gestalten. Dankenswerterweise ist dabei auch ein "Internet-Dienst für eine moderne Amtssprache" (IDEMA) entstanden. Das Team aus Sprachwissenschaftlern, Juristen und Verwaltungsexperten zieht gegen Wortungetüme wie die oben genannten zu Felde. Es erarbeitet Vorschläge zur Verbesserung und zur besseren Verständlichkeit der Texte und achtet darauf, dass die Präzision trotzdem nicht verloren geht. Dabei entstand ebenfalls ein lernendes Online-Wörterbuch, in das es sich – auch für Verwaltungsbeamte – durchaus einmal hineinzuschauen lohnt.

pp / Quelle: "TU intern", 10/2010

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