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TU Berlin

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Vermischtes

Zukunft der Energie

Berliner Küken trifft englischen Löwen

Montag, 12. Juli 2010

Technische Zeichnung der ersten Borsig-Dampflokomotive, 1840
Lupe

Vor 170 Jahren, am 21. Juli 1840, fand ein Wettbewerb von historischer Bedeutung auf dem Felde rationeller Energienutzung statt: Es ging um eine Wettfahrt zweier Loks aus deutscher und britischer Fabrikation auf der Eisenbahnstrecke Berlin-Jüterbog. Die Champions waren der Berliner August Borsig, der Benjamin unter den Lokomotivenbauern, der mit seinem Erstlingswerk gegen eine Maschine aus der Werkstatt des britischen Altmeisters George Stephenson antrat. Nur fünf Jahre vorher wurde die erste deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth mit der Lokomotive "Adler" eingeweiht. Sie hatte zwar einen deutschen Namen, war aber aus Stephenson’scher Produktion. Wie wird das Berliner Küken gegen den englischen Löwen abschneiden?, fragten sich die Zeitgenossen. Und es ereignete sich eine Sensation: Die Borsig-Lok gewann mit zehn Minuten Vorsprung. Das britische Monopol im Lokomotivenbau war gebrochen. Es war auch ein Sieg der Berliner Ingenieurkunst, die in Peter Christian Wilhelm Beuth, Regierungsbeamter und Gründer des Gewerbeinstituts, einer Vorgängereinrichtung der TU Berlin, einen wichtigen Promoter hatte. Seinen Ingenieur-Eleven schärfte Beuth zwei Haltungen ein: strenge Selbstdisziplin und Wissenschaft in die Gewerbe! Borsig erkannte, dass die Eisenbahn als neues System eine verkehrstechnische Revolution darstellte. Sie verlangte Innovation für Schienen – und im Maschinenbau. So wie die erste Funktion der Schiene die Reduktion des Reibungswiderstandes war, so galt bei der Lokomotive, die höchste Leistung bei geringstem Energieaufwand zu erzielen. Es war kein Zufall, dass „Borsig“ eine Marke für Schienen- und Lokomotivbau wurde. Die Eisenbahn wurde mit Borsig zu einer Beschleunigung aller gesellschaftlichen Prozesse, die eine „Reduktion“ von Zeit und Raum bewirkte.

Hans Christian Förster / Quelle: "TU intern", 7/2010

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