direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Vermischtes

Das Allerletzte

Virtual gegen Reality

Montag, 12. Juli 2010

Ein schnelles, kurzes Leben, das zweite Leben. Länger als sieben Jahre ist es nicht her, dass ein ominöses "Second Life" den Menschen eine zweite Chance eröffnete. Wer es in der ersten Welt nicht geschafft hatte, konnte versuchen, es in der virtuellen zweiten Welt, im "Second Life", besser zu machen: schöner, größer, reicher. Bald wollten alle dabei sein: Private, Unternehmer, Institutionen, Parteien und Organisationen. Man konnte Geld verdienen im "Second Life", man konnte sich verlieben, man musste sichtbar sein. Marktforscher hatten dem "zweiten Leben" eine erfolgreiche Zukunft vorausgesagt. Bald würden vier von fünf Internetnutzern ihren Avatar durch die künstlichen Welten navigieren. In der Mercedes-Niederlassung konnte man Probefahrten vereinbaren, Adidas entwickelte besondere Turnschuhe für die künstliche Welt. Doch nun, im verflixten siebten Jahr, scheint die Faszination verloren gegangen zu sein. Viele haben "Second Life" den Rücken gekehrt. Der kalifornische Betreiber Linden Lab kommt in die Bredouille und will jede dritte Stelle streichen. Um zu retten, was zu retten ist, biedert sich der ehemalige Internetstar nun bei den sozialen Netzwerken "Facebook" und "MySpace" an, wie man hört, doch das scheint nicht zu helfen. Für Linden Lab ist der Niedergang sicher Pech, ein wirtschaftlicher Fehlschlag. Doch für alle anderen Menschen steckt darin die gute Nachricht: Gegen das echte Leben ist kein Kraut gewachsen.

pp / Quelle: "TU intern", 7/2010

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.