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TU Berlin

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Vermischtes

Zukunft der Energie

Eine Frage des Überlebens

Montag, 14. Juni 2010

Experimente mit Blitzen im TU-Labor
Lupe

Als vor 100 Jahren Wissenschaftler der TH Charlottenburg aktuelle Defizite der Großstadt Berlin reflektierten, bedeutete das für die Stadtentwicklung, Probleme des Verkehrs, der Kanalisation, der Hygiene und der Stadtbegrünung zu lösen. Heute ist die nachhaltige Energieversorgung – lokal wie global – eine Frage des Überlebens. Ihr widmet sich das 2007 gegründete Innovationszentrum Energie (IZE) an der TU Berlin. Es bündelt und vernetzt alle Forschungen mit Energiebezug und vereint so fakultätsübergreifend das hier vorhandene Expertenwissen von über 50 Fachgebieten. Eine nachhaltige Energieversorgung ist heute nicht nur eine technische Frage; sie ist eingebunden in ein komplexes System von Ökologie, Ökonomie, Technologie und Gesellschaft. Im Wissenschaftsjahr der Energie hat das IZE das Thema "Energieeffiziente Stadt" als Forschungsschwerpunkt gewählt. Anders als vor 100 Jahren können sich heute die Wissenschaftler nicht bloß auf lokale Großstadtprobleme konzentrieren. Das wäre "provinziell". Dennoch spielen die lokalen Besonderheiten der Stadt Berlin durchaus eine Rolle. Deren Energiebilanz ist geprägt durch eine spezifische Verkehrs- und Gebäudestruktur. Der energetisch sanierungsbedürftige Altbaubestand ist noch relativ hoch. Außerdem sind die städtischen Energieprobleme durch den anwachsenden "Speckgürtel" nur im wissenschaftlichen Verbund mit dem Land Brandenburg lösbar. Auch nach Einführung der "Grünen Plakette" gibt es noch ungelöste Fragen: Dürfen Dieselloks die Stadt passieren? Wie sauber und energieeffizient sind die Berliner Fahrgastschiffe? So manches Detail erzwingt zeitweilige Kompromisse. Die weitere Hauptstadtplanung stellt zugleich neue Anforderungen an die Versorgungsinfrastruktur. Und nach der Verbesserung der Energiebilanz im Gebäudebereich fokussiert sich das Interesse auf die relativ angestiegene Energiebilanz des Verkehrs, die kurzfristig nicht durch erneuerbare Energiealternativen minimiert werden kann. So bleibt das IZE auch zukünftig wissenschaftlich herausgefordert.

Hans Christian Förster / Quelle: "TU intern", 6/2010

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