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TU Berlin

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Vermischtes

Zukunft der Energie

Montag, 17. Mai 2010

Zivilisierende Kraft der Elektrizität

Das Siemens-Denkmal vor dem TU-Mathematik-Gebäude zeigt auch die berühmte Dynamomaschine
Lupe

Eine Milliarde Menschen lebt ohne jede Elektrizität, eine weitere Milliarde hat einen sehr eingeschränkten Zugriff auf sie. Die Situation dieser zwei Milliarden zeigt, dass uns Selbstverständliches weltweit so selbstverständlich nicht ist. In Gelehrtenkreisen war Elektrizität schon im 18. Jahrhundert en vogue. Im Januar 1744 wurde der Mathematiker Leonard Euler in der Berliner Akademie Zeuge von elektrischen Experimenten, deren spektakulärer Höhepunkt das Entzünden von Vitrioläther durch einen elektrischen Entladungsfunken war. Goethe berichtet, dass in seiner Kinderzeit im bürgerlichen Frankfurt "Elektrizität alle Geister beschäftigte". Dieses Phänomen ergriff die Fantasie vieler Elektrizitätsforscher von St. Petersburg im Osten bis Philadelphia in der "Neuen Welt". Dem praktischen Sinn Benjamin Franklins ist es zu danken, dass er mit der Erfindung des Blitzableiters erstmals zeigte, dass der Mensch in der Lage ist, gewaltige Naturphänomene in nützlicher Weise für sich zu regulieren. Dennoch war es noch ein langer Weg bis zur Gewinnung und Umwandlung von Elektroenergie. Mit der Entdeckung der elektromagnetischen Induktion durch Michael Faraday im Jahre 1831 waren theoretisch und experimentell wichtige Grundlagen erkannt. Doch der für die Elektroenergieerzeugung wichtigste Schritt folgte 1866 mit der Entdeckung und Nutzung des dynamoelektrischen Prinzips und der Konstruktion der Dynamomaschine durch Werner Siemens. Im Januar 1867, also fast 125 Jahre nach den ersten Elektrizitätsexperimenten in Berlin, schrieb Siemens: "Der Technik sind gegenwärtig die Mittel gegeben, elektrische Ströme von unbegrenzter Stärke auf billige und bequeme Weise überall zu erzeugen, wo Arbeitskraft (das heißt mechanische Energie) disponibel ist." 1883 besetzte Adolf Slaby den ersten Lehrstuhl für Elektrotechnik an der TH Berlin, der eine Bedingung für den Aufstieg Berlins zur "Elektropolis" wurde.

Hans Christian Förster / Quelle: "TU intern", 5/2010

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