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Das Allerletzte

Montag, 17. Mai 2010

Das Überleben der Menschheit

Da staunten die Bremer Wissenschaftler: ein Pinguin, der 800 Jahre alt ist! Man hatte das Alter des untersuchten, lebenden Tieres anhand des in ihm enthaltenen Kohlenstoffs festgestellt. Ein Wunder der Natur? Wurde die Langlebigkeit der flügellosen Meeresvögel bislang unterschätzt? Hatte die Bibel doch recht und Methusalem war wirklich achthundert Jahre alt? Können wir vielleicht auch so alt werden? Doch schnell kamen die Forscher wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: Die Pinguine hatten Fische gefressen, die sich wiederum an Kleinstlebewesen aus großen Tiefen gütlich getan hatten. Dort unten im Dunkel des Ozeans hatten diese Kohlenstoff aufgenommen, der über 1000 Jahre alt ist. Denn das Tiefenwasser braucht sehr, sehr lange, um wieder in Bereiche nahe der Oberfläche zu kommen. Kleinstlebewesen sind da erheblich schneller. Wenn der Forscher nun mit der 14C-Methode, die auf Radioaktivität und der Zerfallsdauer eines bestimmten Kohlenstoffatoms basiert, das Alter des Pinguins bestimmen will, kann er – siehe oben – eine Überraschung erleben. Doch nicht die Überlebensdauer der Meeresbewohner wollen die Wissenschaftler mit ihren Messungen erforschen, sondern sie wollen verstehen, welche Rolle der Ozean als Kohlenstoffspeicher im Laufe der Erdgeschichte gespielt hat und welche er heute spielt. Dazu messen sie auch nicht vorzugsweise das Gewebematerial von Pinguinen, sondern Sedimentproben aus verschiedenen Tiefen. Mit dem Überleben der Menschheit hat das Ganze allerdings dennoch zu tun, wenn die Wissenschaftler fragen: Stieg nach den Eiszeiten der letzten 500 000 Jahre die Menge des Kohlendioxids in der Atmosphäre jeweils an, weil es wärmer wurde? Oder wurde es wärmer, weil die Menge des Kohlendioxids anstieg?

pp / Quelle: "TU intern", 5/2010

"TU intern" Mai 2010

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  • TU-Projekte zur Langen Nacht der Wissenschaften 2010 [3]
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