direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Vermischtes

Das Allerletzte

Crime-Time

Montag, 19. April 2010

Mord und Totschlag sind nicht nur die Leidenschaft von Donna Leon, Ingrid Noll, Elizabeth George und anderen bekannten Krimi-Schreiberinnen, sondern auch die ihrer Leserschaft. Und die ist überwiegend weiblich. Wer jetzt denkt, Frauen lesen eben Frauen, liegt allerdings daneben. Eine weiblich dominierte Fangemeinde haben nämlich auch Philip Kerr, James Ellroy oder Horst Bosetzky. Das "schwache" Geschlecht scheint sich tatsächlich mehr von Krimis angezogen zu fühlen als das "starke". Der deutsche Buchhandel hat festgestellt, dass 55 Prozent aller Frauen bereits einmal einen Krimi gelesen haben, aber nur 44 Prozent der Männer. Und das ist wiederum keineswegs eine Besonderheit der deutschen Frauen. Warum das so ist, wollten amerikanische Psychologinnen aus Chicago wissen – der ehemaligen Welthauptstadt des Verbrechens. "Frauen haben mehr Angst vor Gewalttaten im wirklichen Leben", ist die scheinbar paradoxe Erklärung. In ihrer Lektüre und auch in Fernsehkrimis suchen sie, so die Wissenschaftlerinnen von der Illinois University, nicht nur Entspannung, sondern sie fahnden nach Tipps und Tricks, die für sie selbst in Notsituationen anwendbar sein könnten. Actionfilme ohne Realitätsbezug, in denen Männer oft ihre Fantasien ausleben, interessieren sie dagegen kaum. Die Beruhigung, die sich die Leserinnen davon versprechen, verkehrt sich nach der Lektüre allerdings ins Gegenteil: Wer mehr weiß, hat auch mehr Angst und … liest noch mehr Krimis …

pp / Quelle: "TU intern", 4/2010

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.