direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Vermischtes

Von der Astronomie zur Wissenschaft

Montag, 25. Januar 2010

Die historische Himmelsglobensammlung in der Berliner Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz zeigt unter anderem auch den Bode’schen Sternenglobus (oben l.)
Lupe

Das Jahr der Astronomie ist Vergangenheit. 2010 feiert Berlin fünf seiner weltweit bedeutendsten Wissenschaftsinstitutionen: 300 Jahre Charité und das erste Statut der Königlichen Sozietät der Wissenschaften (später Preußische Akademie beziehungsweise Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften), 200 Jahre Humboldtsche Universitätsgründung, 100 Jahre Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (heute: Max-Planck-Gesellschaft). Was oft voneinander getrennt behandelt wird, erweist sich in Wirklichkeit als ein eng geknüpftes wissenschaftliches Netzwerk – darin die Astronomie ein wichtiges Bindeglied. Mit Hilfe des Kalendermonopols wurde die Sozietät der Wissenschaften fast 100 Jahre finanziert. Im alten Marstall Unter den Linden befand sich nicht nur die erste Königliche Sternwarte, sondern auch das erste Theatrum Anatomicum der Charité. Der Leiter der Schinkel’schen Sternwarte, Johann Franz Encke, wurde 1844 auch Professor für Astronomie an der Linden-Universität. Er gehörte zu einer Reihe bedeutender Astronomen zum Beispiel Johann Elert Bode oder Johann Gottfried Galle, deren Nachlässe heute im Akademie-Archiv zu finden sind. Als Albert Einstein 1914 nach Berlin kam, wurde er Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik und Mitglied der Preußischen Akademie. Als solches trug er Vorlesungen im Akademie-Gebäude wie im benachbarten Universitätsgebäude vor. Aber seine populären Vorträge über die Relativitätstheorie hielt er an der Archenhold-Sternwarte im Treptower Park. Und nicht zuletzt beherbergt die Kartensammlung der Berliner Staatsbibliothek, die 2011 als Nachfolgeeinrichtung der 1661 gegründeten Kurfürstlichen Bibliothek ihr 350. Jubiläum begehen wird, einen Schatz an astronomischen Sternkarten und Himmelsgloben.

Hans Christian Förster / Quelle: "TU intern", 1/2010

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.