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TU Berlin

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Fußball

Wider das Verkehrschaos

Montag, 17. Mai 2010

Minibus-Projekt in Kapstadt

Lupe

Rund 2,9 Millionen Menschen leben im Stadtgebiet von Kapstadt, einem der neun Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft 2010. Die Menschen sind auf ein Nahverkehrssystem angewiesen, das überwiegend aus privaten Taxis, einigen Buslinien, einem im Aufbau befindlichen Schnellbus-System und privaten Minibus-Taxis besteht. Diese sogenannten "Minivans" spielen aufgrund ihrer Fahrgastanzahl eine bedeutende Rolle im Verkehrsnetz und stehen daher im Fokus des Forschungsvorhabens "Stadium", an dem das Fachgebiet Straßenplanung und -betrieb unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Richter beteiligt ist. Sie kümmern sich insbesondere um die Evaluation der Daten im Projekt. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt hat zum Ziel, einem breiten Nutzerkreis innovative und leistungsfähige Transport-Managementsysteme zur Verfügung zu stellen, die auf modernen Informations- und Kommunikationstechnologien basieren, speziell bei Großereignissen. 17 internationale Partner testen die Entwicklungen bei drei Großereignissen: der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika (Sommer 2010), den Commonwealth Games in Neu-Dehli, Indien (Herbst 2011) und den Olympischen Spielen in London (Sommer 2012).

Beim südafrikanischen Bussystem fehlen Fahrpläne und die Festlegung von Routen. Private Minibus-Besitzer ringen täglich miteinander um Passagiere. Im Projekt geplante Informations- und Kommunikationstechnologien sollen später die Position des Busses bestimmen können sowie ihm Fahrgäste über ein Call-Center zuleiten. Zur WM werden bereits etwa 20 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Testfahrer werden vor, während und nach der WM befragt zu den Fahrzeugdaten, der Verkehrssystemqualität, der ökonomischen Effizienz, Umwelt- und sozioökonomischen Wirkungen sowie der technischen Qualität der neuen Systeme. Der Einsatz des kompletten Systems wird so noch etwas auf sich warten lassen. Angepeilt ist ebenfalls ein Fußballereignis: die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine 2012.

pp / Quelle: "TU intern", 5/2010

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