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Buchtipps zu Weihnachten

Montag, 14. Dezember 2009

Die TU-Pressestelle möchte Ihnen auf dieser Seite mit Publikationen aus der TU Berlin einige Anregungen für eine Lektüre geben, die Wissen schafft, und wünscht allen Mitgliedern der Universität und allen Leserinnen und Lesern der "TU intern" eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Rohstoffe einmal anders

Lupe

Die mineralogische Schausammlung der TU Berlin ist zurzeit wegen Bauarbeiten zwar leider geschlossen, doch muss keiner auf den Anblick der schönsten Stücke verzichten.
Auch in diesem Jahr hat das Fachgebiet Mineralogie/Petrologie wieder einen Kalender mit großformatigen Fotos von besonders schönen oder interessanten Stücken aus der rund 100 000 katalogisierte Stücke umfassenden Sammlung hergestellt. Neben Fotos des Fotografen Bernd Kleeberg und den passenden Kristallzeichnungen sowie mineralogischen Beschreibungen der Fachgebietsleiterin Dr. Susanne Herting-Agthe erfährt man in dem neuen Kalender unter dem Motto "Rohstoffe einmal anders" dieses Mal auch von technischen Verwendungsmöglichkeiten. Von den Motiven gibt es wie immer auch Grußkarten (Stück 1,25 Euro, zehn Stück 11,50 Euro). Der Kalender kann im Fachgebiet erworben werden (22 Euro), wird aber auch versandt (25 Euro).

www.mineralogische-sammlungen.de

Ernst Reuter als Kommunalpolitiker

Lupe

Der Name Ernst Reuter ist in der deutschen Erinnerungskultur – nicht zuletzt durch die mediale Vermittlung – fest mit dem Bild eines standhaften Verteidigers der westlichen Freiheit im Allgemeinen und dem Schutz Berlins vor dem sowjetischen Griff im Besonderen verbunden. Seine Rede vor 300 000 Berlinerinnen und Berlinern im September 1948, die auch an die westlichen Besatzungsmächte gerichtet war, ist aus Dokumentationen zur deutschen Nachkriegszeit nicht wegzudenken. Das Forschungsinteresse an der Vita Reuters blieb bisher eher zurückhaltend.
Heinz Reif versammelt in seinem neuen Band zum Leben und Wirken des SPD-Politikers weiterführende wissenschaftliche Erkenntnisse, die besonders Ernst Reuter als Kommunalpolitiker zeigen. Neben Reuters Zeit als Sowjetkommissar in Russland wird die Phase der Zwischenkriegszeit von 1919 bis 1933 detailliert analysiert. Die Beiträge von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen zum Beispiel über die Rolle des Politikers als Präsident des Deutschen Städtetags machen deutlich, wie sehr sich Reuter für eine Stärkung der Position der Städte einsetzte – nicht zuletzt als Regierender Bürgermeister Berlins –, und heben seine tiefe kommunalpolitische Verankerung hervor.

Dominique Kreuzkam, M. A., Center for Metropolitan Studies (CMS) / Quelle: "TU intern", 12/2009
  • Heinz Reif, Moritz Feichtinger (Hrsg.), Ernst Reuter – Kommunalpolitiker und Gesellschaftsreformer 1921–1953. Politik- und Gesellschaftsgeschichte Band 81, Dietz, Bonn 2009, ISBN 978-3-8012-4187-2

Satire auf den Literaturbetrieb

Ein Berliner Mathematikprofessor praktiziert die Chaostheorie im eigenen Leben. Als ein bekannter Feuilletonredakteur in ihm den Sensationsschriftsteller Leon Zern zu erkennen glaubt, lässt er sich von seiner Agentin dazu überreden, das falsche Spiel mitzumachen. Eine böse Satire auf den Literaturbetrieb, ein Kompliment an die Mathematik und eine Huldigung an die Stärke der Frauen hat TU-Alumnus Ulrich Woelk mit seinem Roman "Joana Mandelbrodt und ich" geschrieben.

  • Ulrich Woelk, Joana Mandelbrodt und ich. dtv, München 2008,
    ISBN 978-3-423-24664-4

Neue Prächtigkeit

Rund 170 überwiegend farbige Abbildungen entführen den Leser noch einmal in die skurrile Welt der vier Maler der "Schule der Neuen Prächtigkeit", mit der sie seit vier Jahrzehnten – und in diesem Herbst besonders – die kunstinteressierte Welt verzauberten. Seit dem 13. November und noch bis Mitte Januar 2010 ist die erste große gemeinsame Ausstellung der Maler, die Werke aus allen Epochen ihres Schaffens zeigt, in den Galerien des Lichthofs der TU Berlin zu sehen.

  • Diethelm Kaiser, Bénédicte Savoy (Hrsg.), Die Schule der Neuen Prächtigkeit. Grützke. Koeppel. Bluth. Ziegler. Gemälde und Dokumente einer Künstlergruppe. Nicolai-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-89479-579-5

Tradition und Moderne

Geschichten und Geschichte rund um das Hauptgebäude der TU Berlin bietet der Katalog, der die Ausstellung „125 Jahre Hauptgebäude der TU Berlin – Spannung zwischen Tradition und Nachkriegsmoderne“ begleitet, die derzeit im Lichthof der TU Berlin zu sehen ist. Die Metamorphosen, die das Universitätsgebäude in seinen 125 Jahren durchgemacht hat, sind in Bild und Text nachgezeichnet und ein Interview mit dem TU-Bauleiter lässt das Konzept der baulichen Modernisierung transparent werden.

  • Hans Joachim Rieseberg (Hrsg.), 125 Jahre Hauptgebäude der TU Berlin – Spannung zwischen Tradition und Nachkriegsmoderne. Universitätsverlag der TU Berlin, Berlin 2009, ISBN 978-3-7983-2183-0

Strategien des Stadtumbaus

Großstädte sind heute Labore eines harten gesellschaftlichen Strukturwandels. Sie sind zum Stadtumbau gezwungen, um sich im weltweiten ökonomischen Wettbewerb behaupten zu können. Sie versuchen ihre Zentren zu stärken, den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten und neue Formen des urbanen Wohnungsbaus zu entwickeln, um kreative "Klassen" anzulocken. In vielen Großstädten ist geradezu ein städtebaulicher Boom zu verzeichnen.
Die Frage ist unter anderem, wie der Strukturwandel städtebaulich mit Erfolg flankiert, das bauliche und städtebauliche Erbe in den Turbulenzen des Wandels erhalten und der immer dramatischer werdenden ökologischen Herausforderung begegnet werden kann.
Das vorliegende Buch stellt internationale Erfahrungen mit Stadtumbaustrategien von Barcelona bis Tokio exemplarisch zur Diskussion.

  • Harald Bodenschatz, Ulrike Laible (Hrsg.), Großstädte von morgen. Internationale Strategien des Stadtumbaus. Verlagshaus Braus, Berlin 2008,
    ISBN 13: 978-3-938780-70-1

Geschichte der Denkmalpflege

Der erste Staatskonservator Preußens, Ferdinand von Quast (1807–1877), spielte in der deutschen Denkmalpflege eine Schlüsselrolle. Anlässlich seines 200. Geburtstages veranstalteten das Landesamt für Denkmalpflege, das Schinkel-Zentrum der TU Berlin und das Architekturmuseum der TU Berlin 2007 ein Kolloquium. Die Beiträge in der nun vorliegenden Publikation zeigen Ferdinand von Quast als ungewöhnlich produktiven und außerordentlich vielseitigen Konservator im Königreich Preußen. Von der Restaurierung der Trierer Basilika bis zur Denkmalpflege an der Marienburg des Deutschritterordens reichte die Spannweite seiner Aufgaben. Es wird deutlich, dass die Fragen und Konflikte der Gründungsväter der institutionalisierten Denkmalpflege bis in unsere heutige Zeit nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.

  • Jörg Haspel, Ulrike Laible, Hans-Dieter Nägelke (Hrsg.), Auch die Denkmalpflege hat Geschichte. Ferdinand von Quast (1807–1877). Konservator zwischen Trier und Königsberg. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2008, ISBN 978-3-86568-376-2

Renaissance der Altstadt

Mit einem großformatigen Bild- und Textband und einem Plädoyer für die Renaissance der Berliner Altstadt meldet sich der frühere Senatsbaudirektor, TU-Alumnus und Honorarprofessor am Institut für Stadtbaukunst der TU Dortmund Hans Stimmann als Akteur des Berliner Städtebaus zurück: Er will damit anstiften zu mehr Bürgersinn und zu mehr zivilgesellschaftlicher Verantwortung, wenn es um die Frage nach der Wiederbelebung des historischen Zentrums der Hauptstadt geht. Bislang unveröffentlichte Fotos aus der Nachkriegszeit sowie eigens für diese aufwändig gestaltete Publikation erstellte Entwürfe für die Petrikirche und zahlreiche Stadthäuser runden dieses Plädoyer für eine Renaissance der Berliner Altstadt ab.

  • Hans Stimmann (Hrsg.), Berliner Altstadt – Von der DDR-Staatsmitte zur Stadtmitte. DOM publishers, Berlin 2009, ISBN 978-3-938666-27-2

Flanieren durchs Neue Museum

Zur Eröffnung des Neuen Museums Berlin im Oktober 2009 legte Adrian von Buttlar, Professor für Kunstgeschichte an der TU Berlin, seinen Architekturführer "Neues Museum Berlin" vor. Herzstück ist ein Rundgang um und durch das Baudenkmal, auf dem er sowohl das äußere Erscheinungsbild des Museums als auch sein Inneres mit seinen Höfen und Sälen akribisch nachzeichnet, in denen heute wieder die Bestände des Ägyptischen Museums und des Museums für Vor- und Frühgeschichte gezeigt werden. Die detaillierten Erläuterungen und die reiche Bebilderung führen das Gebäude nicht nur in seiner alten und modernen Pracht vor Augen, sie sind vor allem Quelle des Genusses und Verständnisses für die meisterhafte Restaurierung.

  • Adrian von Buttlar, Neues Museum Berlin – Architekturführer. Hrsg. von den Staatlichen Museen zu Berlin, Deutscher Kunstverlag 2009, 12 Euro,
    ISBN 978-3-422-06889-6

Steine in der Stadt

Lupe

Jeder Stein erzählt seine Geschichte, eine Geschichte von Entstehung, Herkunft und Einsatz. Nach dem Erfolg des 2006 erschienenen Bandes „Naturwerksteine in Architektur und Baugeschichte von Berlin“ hat sich das Augenmerk des Herausgebers, des ehemaligen TU-Professors Johannes Schroeder, auf die gesamte Bundesrepublik ausgedehnt. In einem neuen Band haben 31 Autoren in 18 deutschen Städten quer durch die gesamte Republik ihren Blick auf Häuserfassaden, Denkmalsockel, Brunnen, Pflaster und andere Böden gerichtet. Mit vielen Farbfotos, Zeichnungen, Texten und Tabellen laden sie interessierte Laien zu Rundgängen ein.

  • Johannes H. Schroeder (Hrsg.), Steine in deutschen Städten. 18 Entdeckungsrouten in Architektur und Stadtgeschichte. Selbstverlag Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e. V., Berlin 2009,
    ISBN 978-3-928651-13-4
    www.tu-berlin.de/steine-in-der-stadt

Eine Geschichte des Computers und der Liebe

Lupe

"Die Frau, für die ich den Computer erfand". Der Autor erzählt in seinem raffinierten und höchst unterhaltsamen Roman die unglaubliche Geschichte Konrad Zuses, der an der Technischen Hochschule Charlottenburg, der Vorgängereinrichtung der TU Berlin, studierte und der den ersten Computer der Welt baute, sowie von dessen großer Liebe zu Ada
Lovelace, der Tochter Lord Byrons. Es war eine ganz besondere Liebe – die Liebe zu einer Frau aus einem anderen Jahrhundert. Beflügelt von seiner platonischen Fernliebe zu Ada Lovelace, vollbrachte Zuse am heimischen Wohnzimmertisch mit handgesägten Einzelteilen wahre Wunder. Als inzwischen alter Herr spricht Zuse – während er den Festakt zu seinem vierzehnten Ehrendoktorhut schwänzt – in einer Vollmondnacht im Juli 1994 mit einem jungen Journalisten. Ihm erzählt er von seiner Arbeit in Nazideutschland, von seiner dramatischen Flucht mitsamt seinem Gerät in den letzten Kriegstagen aus Berlin nach Bayern. TU-Alumnus F. C. Delius lässt ihn über seine leidenschaftliche Liebe fantasieren und entwickelt dabei romanhaft einen Bilderbogen vom Beginn des digitalen Zeitalters in einer kleinen Wohnung in Berlin-Kreuzberg bis in die Gegenwart.

  • Friedrich Christian Delius, Die Frau, für die ich den Computer erfand. Rohwolt-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-87134-642-9
    Ab März 2010 auch als Audiobook erhältlich.
pp / Quelle: "TU intern", 12/2009

Fahrplan für die Zukunft

Die reichen Länder tragen große Verantwortung. Doch die Zukunft des Klimas wird weitgehend von den Entwicklungsländern bestimmt werden; der Bevölkerungsanzahl nach ist es ihr Planet. Schon jetzt lebt weniger als ein Sechstel der Menschheit in den reichen Ländern, 2050 wird es nur noch ein Neuntel sein. Sehr deutlich zeigt Lord Nicholas Stern, Ehrendoktor der TU Berlin und Verfasser des "Stern-Reports" 2006, in seinem neuen Buch die Zusammenhänge von Entwicklungs- und Klimapolitik. Der Londoner Ökonom hat hier einen Plan für die Politik der Zukunft aufgestellt, der seinem neuen Buch gleichzeitig den Titel gibt: den "Global Deal".

  • Nicholas Stern, Der Global Deal. Verlag C. H. Beck, München 2009,
    ISBN 978-3-406-59176-1

Wegbereiter der Moderne

Mit großem Erfolg läuft derzeit die vom Hauptstadtkulturfonds geförderte Ausstellung "Alfred Messel (1853–1909). Visionär der Großstadt". Im hundertsten Todesjahr Messels haben die Kuratoren in Zusammenarbeit mit dem Architekturmuseum der TU Berlin die erste umfassende Retrospektive über den Berliner Architekten geschaffen. Mit seinen legendär gewordenen Warenhäusern für den Wertheim-Konzern prägte er das großstädtische Gesicht Berlins. Darüber hinaus erscheint ein Buch, mit dem das DFG-Forschungsprojekt des Architekturmuseums zu Alfred Messel seinen Abschluss findet.

  • Elke Blauert, Robert Habel und Hans-Dieter Nägelke (Hrsg.), Alfred Messel. Visionär der Großstadt. Minerva-Verlag, München 2009
  • Artur Gärtner, Robert Habel und Hans-Dieter Nägelke, Alfred Messel – ein Führer zu seinen Bauten. Ludwig-Verlag, Kiel 2009
Quelle: "TU intern", 12/2009

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