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TU Berlin

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Vermischtes

Vielleicht weht der Wind den Aufschwung herbei

Montag, 16. November 2009

Erneuerbare Energien könnten eine Perspektive werden für die noch immer lahmende Wirtschaft im Osten

Windräder in Lichtenow
Windräder in Lichtenow
Lupe

"Die Entwicklung und Produktion von Solaranlagen ist in Ostdeutschland zu einem Wirtschaftsschwerpunkt geworden", sagt Benjamin Nölting.

Der Politologe, der den an der TU Berlin angesiedelten „Innovationsverbund Ostdeutschland“ leitet, hat untersucht, inwiefern erneuerbare Energien zu einer Schwerpunktindustrie in Ostdeutschland werden könnten. Er tat es sowohl hinsichtlich der Entwicklung und Produktion von Anlagen als auch hinsichtlich ihrer Nutzung als Energielieferant. Und Nölting hat Gutes zu berichten: Ostdeutschland könne einen Erfolg versprechenden Weg einschlagen, wenn es sich als eine Leitregion für erneuerbare Energien profilieren würde.

Auf der Haben-Seite für seine Prognose verbucht Nölting, dass 21 Prozent des gesamten Stroms der 2005 in Deutschland aus erneuerbarer Energie gewonnen wurde, aus Ostdeutschland kam. 2006 führten die drei ostdeutschen Länder Mecklenburg-Vorpommern (34 Prozent), Thüringen (24 Prozent) und Sachsen-Anhalt (23 Prozent) die Rangliste der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an. Die wichtigsten erneuerbaren Energieträger sind zwischen Oder und Elbe Windkraft (37 Prozent), feste Biomasse (35 Prozent) und Biogas (20 Prozent). Problematisch sei allerdings, sagt Nölting, dass die wachsende Nutzung in einem eklatanten Missverhältnis stehe zu den geschaffenen Arbeitsplätzen sowie zur Wertschöpfung für die Regionen und nennt ein Beispiel: "Würde man den Anteil der Arbeitsplätze der gesamten Windenergiebranche auf den Anteil der in der Prignitz installierten Windenergiekapazität umrechnen, dann müsste es in dem brandenburgischen Landkreis mehr als 1000 Stellen in diesem Wirtschaftssektor geben. Dem ist aber bei Weitem nicht so." Warum die ostdeutschen Regionen von Windparks oder riesigen Biogasanlagen wirtschaftlich zu wenig profitierten, liege daran, erklärt Nölting, dass die gesamte Wertschöpfungskette – Projektierung, Finanzierung, Produktion, Montage, Wartung und Reparatur – nicht von Firmen im Osten vorgenommen werde. Wenn Ostdeutschland tatsächlich zur Leitregion werden wolle, so Nölting, dann müsse der Osten mehr werden, als nur Stellfläche für Windräder zu sein, sondern der Ort, wo sie "politisch, ökonomisch und sozial auch verankert werden".

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 11/2009

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