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Neuronale Informationsverarbeitung

Montag, 16. November 2009

Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt zwei Millionen Euro für TU-Graduiertenschule

Neuronen in einer 3-D-Darstellung
Das Graduiertenkolleg untersucht Wahrnehmungsprozesse unter anderem mit Methoden maschinellen Lernens und theoretischer Neurobiologie. Im Bild: Neuronen in einer 3-D-Darstellung
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"Verarbeitung sensorischer Informationen in neuronalen Systemen" heißt ein Graduiertenkolleg, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für viereinhalb Jahre mit zwei Millionen Euro fördern wird, wie sie auf ihrer Herbsttagung am 9. November bekannt gab. 30 Promovenden sollen an dem neuen Graduiertenkolleg teilnehmen können. Koordinator ist Prof. Dr. Klaus Obermayer von der TU Berlin.

Beteiligt an der Graduiertenschule sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Graduiertenkolleg ist als Herzstück des PhD-Programms des Bernstein-Zentrums für Computational Neuroscience Berlin konzipiert und stellt das wesentliche Finanzierungs- und Förderinstrument für die Jahre 2010 bis 2014 dar. In dem neuen Graduiertenkolleg werden Konzepte und Methoden aus den Forschungsgebieten maschinelles Lernen, theoretische Neurobiologie und Systemneurobiologie kombiniert, um neuronale Informationsverarbeitung in Wahrnehmungsprozessen zu untersuchen. Experimentatoren und Theoretiker werden gemeinsam junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anleiten. Sie sollen interdisziplinär an Projekten zur Informationsverarbeitung des Gehirns arbeiten, neue theoretische Methoden und Konzepte entwickeln und diese im neurobiologischen Experiment einsetzen, um Hypothesen zur Wahrnehmung und ihrer Kopplung an kognitive Prozesse zu validieren.

"Wahrnehmung dient einem Zweck" ist eine Grundannahme der Wissenschaftler. Da also Wahrnehmungsprozesse von der speziellen Aufgabe abhängen, besteht eine Wechselwirkung zwischen der Verarbeitung sensorischer Reize und kognitiven Prozessen wie Entscheidungsprozessen, Gedächtnis, Planung oder Bewegungskontrolle. Sie sollte im Verhaltenskontext analysiert und bewertet werden.

Das Ausbildungsprogramm besteht aus eigenständiger Forschungsarbeit in interdisziplinären Projekten, gemeinsam betreut durch mindestens zwei Antragsteller mit komplementärer Expertise und einem Lehrprogramm, das jeweils zur Hälfte aus fachbezogenen und überfachlichen Kursen besteht. Das Ausbildungsprogramm wird durch Fördermaßnahmen für besonders begabte Masterstudierende und durch eine Anschubfinanzierung für Absolventen des Graduiertenkollegs beziehungsweise des PhD-Programms ergänzt. Die Mitglieder des Graduiertenkollegs werden in das interdisziplinäre Berliner Lehr- und Forschungsumfeld und in das vom Bundesbildungsministerium geförderte nationale Netzwerk "Computational Neuroscience" integriert und können an allen Aktivitäten der Einrichtungen, einschließlich der Konferenzen und Symposien, teilnehmen.

Auch an einer weiteren Graduiertenschule, die von der DFG neu bewilligt wurde, ist die TU Berlin beteiligt. Mediziner und Informatiker der Humboldt-Universität zu Berlin und der TU Berlin wollen darin Forschungen zur Beherrschung komplexer Softwaresysteme verbessern. Sprecher des Kollegs namens "Serviceorientierte Architekturen zur Integration softwaregestützter Prozesse am Beispiel des Gesundheitswesens und der Medizintechnik" ist Prof. Dr. Wolfgang Reisig von der HU Berlin.

Stefanie Terp / Quelle: "TU intern", 11/2009

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