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TU Berlin

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Das Allerletzte

Montag, 12. Oktober 2009

Zu teuer

Große Wüsten wie die Sahara oder diejenigen in Australien zu bewalden, um die Temperaturen der Erde zu senken, Regionen zu befeuchten und somit dem Klima wieder in ein menschengerechtes Korsett zu helfen - diese Ideen sind nicht neu. Amerikanische Forscher haben in einer Untersuchung nun Vorschläge zur großflächigen Umsetzung geliefert.

Acht Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr könnten ihrer Studie zufolge durch Wüstenbewaldung absorbiert werden. Die sich unvermeidlich bildenden Wolken würden Sonnenlicht ins All zurückwerfen und außerdem ergiebigen Regen bringen. Bewässert würden die neuen Wälder zunächst aus dem Meer. Bestimmte Pflanzen sollen das Meerwasser durch Osmoseumkehr entsalzen, das dann über Pumpen und Rohre direkt an die Wurzeln neu gepflanzter Bäume gelangt. Einem zu hohen Wasserverlust durch Verdunsten oder Versickern sei somit vorgebeugt. Eignen würden sich zu diesem Zweck besonders Baumarten wie Eukalyptus, die hitzetolerant sind und besonders schnell wachsen.

Eine verlockende Idee! Auch die Natur hatte sie übrigens schon: Vor einigen Tausend Jahren war die Sahara eine grüne Region. Kritiker findet dieser Vorschlag interessanterweise weniger in der Wissenschafts-, als in der Finanzwelt. Ersten Berechnungen zufolge wäre das ganze Unternehmen auf Dauer nämlich doppelt so teuer wie eine CO2-Einlagerung unter der Erde. Immerhin können wir uns freuen, dass es nicht an Ideen zur Klimarettung mangelt. Aber brauchen wir sie überhaupt? Die billigste und nachhaltigste ist ja schon ziemlich lange in der Welt: den weltweiten CO2-Ausstoß zu verringern.

pp / Quelle: "TU intern", 10/2009

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